Wilde Hühner

Von Susanne Loidl OGV Götting

 

Passend zu Ostern wollten wir mit den Kindern etwas Lustiges basteln und es sollte gleichermaßen Mädchen und Jungs ansprechen. Den Titel auf der Einladung „Wildes Huhn“, obwohl es ja mehr ein Hahn ist, fanden die Kinder so spannend und lustig, dass wir schnell alle Plätze belegt und eine Warteliste hatten.

Alter und Anzahl der Kinder / Jugendlichen
Eigentlich wollten wir (zwei Jugendleiter) nur 10 Erst- und Zweitklässler nehmen, aber nachdem sich 2 Jugendliche noch als zusätzliche Helfer zur Verfügung stellten, nahmen wir für die Aktion insgesamt 14 Kinder an.

Was mussten die Kinder selbst mitbringen?

  • Eierkarton, 10er oder 6er-Schachteln ist egal, aus jeder Schachtel kann man max. zwei Hühner basteln
  • Wassermalfarben und Pinsel
  • Schere


Materialien durch OGV

  • Scharfes Messer
  • Wasserbecher
  • Alte Handtücher
  • Tonkarton gelb und rot, Vorlagen für Kamm
  • Wackelaugen
  • Heißkleber, evtl. Verlängerungskabel
  • Federn bunt
  • Fön
  • Alte Zeitungen als Unterlage
  • Filzer oder Edding
  • Ein paar Eierkartons und Pinsel in Reserve

 

Ort
Wir durften den Werkraum unserer Grundschule benutzen. Wegen dem Heißkleber braucht man zumindest eine Steckdose in der Nähe. (Fließend) Wasser sollte auch da sein.

Anzahl der Betreuer
Wir waren zwei Jugendleiter und zwei Jugendliche als Betreuer mit 14 Kindern zwischen 6 und 9. Wir hatten vier Tische zum Basteln vorbereitet, so dass jeweils ein Betreuer 3-4 Kinder an einem Tisch hatte.

Jahreszeit
Im Grunde zu jeder Jahreszeit möglich, aber im Frühling und für Ostern passt es am besten.

Dauer der Gruppenstunde
Wir hatten 1,5 Stunden zur Verfügung. Einige der älteren Kinder schafften mit Müh und Not zwei Hühner, mit einem Huhn wurden alle locker fertig und wir hatten Oster-Mandalas und eine Kiste mit Buntstiften dabei, um keine Langeweile aufkommen zu lassen.

Vorbereitungen vor der Gruppenstunde
Für den Kamm hatten wir aus Karton vier Vorlagen dabei und den Tonkarton schon jeweils grob für Kamm und Schnabel vorgeschnitten
Tische mit alten Zeitungen abgedeckt und Handtücher bereitgelegt
Ein paar Hühner als Muster gebastelt zum Herzeigen

Durchführung / Arbeitsschritte:
Ich habe allen die fertigen Hühner gezeigt und in groben Zügen die Arbeitsschritte erklärt. Dann wurden den Kindern die Linien mit Edding auf den Eierkarton gezeichnet, an denen sie entlang schneiden sollten. Ein paar der älteren Kinder versuchten es frei Hand, aber das klappte dann doch nur bei einem, dass an der richtigen Stelle geschnitten wurde.

Nach dem Ausschneiden wurden die Schnippsel aufgeräumt und Wasser in die Becher gefüllt. In dieser Zeit schnitten die Betreuer für den Kamm und Schnabel die Schlitze in den Eierkarton. Den Schlitz eher zu groß als zu klein ansetzen, sonst wird das später zum Einfügen eine Friemelei. Schneiden könnte man auch später, aber jetzt ist der Karton noch fester, es lässt sich somit leichter schneiden und die Schnittkanten werden durch das Anmalen noch besser kaschiert.

Nun durfte nach Herzenslust gemalt werden (außen und innen), aber ganz wichtig, die Farbe sollte mit möglichst wenig Wasser aufgetragen werden. Hier wirklich immer wieder ein Auge drauf haben, sonst quillt der Eierkarton auf und verliert seine Form. Bei uns haben die Kinder den Pinsel aus dem Wasserbecher heraus erst einmal auf einem Handtuch kurz abgetupft, bevor sie kräftig die Farbe aufrührten. Dann zum Trocknen stellen. Pinsel und Becher auswaschen, Wassermalfarben aufräumen.

Nun durften sich die Kinder mit Hilfe der Vorlage den Kamm und den Schnabel ausschneiden. Dann holte sich jeder Wackelaugen und Federn. Diese ganzen Dinge waren auf einem eigenen Tisch wie ein „Büffet“ aufgebaut. Bei den Federn sollte man sich vorher überlegen, wie viele man je Huhn überhaupt zur Verfügung hat oder ausgeben möchte, denn den Kindern fällt schnell ein, dass ein echter Vogel jede Menge Federn hat.

Nun kontrolliert  man vorsichtig, ob die Hühner schon einigermaßen trocken sind (ansonsten mit Fön nachhelfen). Jedes Kind kommt mit seinem Huhn, Wackelaugen, Schnabel, Kamm und Federn zur Heißkleberstation. Je nachdem, was sich die Kinder trauen, kann man ihnen den Kleber auftragen und sie stecken die Kleinteile selber fest oder der Betreuer klebt alles an die Stelle, wo die Kinder das hin haben wollen. Bei den Federn kann man ganz gut eine als Schwanzfeder nehmen und jeweils eine am Flügel festmachen.

Kinder, die bereits mit dem Huhn fertig waren, räumten ihren Arbeitsplatz fertig auf und konnten noch Ostermandalas malen.

Als alle fertig waren, gab `s noch für jedes Huhn (bzw. Kind) ein Ü-Ei. 

 

Kosten gesamt bzw. je Kind
Da es unsere Auftaktveranstaltung zum Start der Kindergruppe war, verlangten wir nichts.
Kaufen mussten wir lediglich Wackelaugen, bunte Federn und Tonpapier (von der Menge her aber vermutlich aus einer Restekiste ausreichend, hatten wir halt noch nicht), was sich auf deutlich unter 10€ Gesamtkosten beläuft.

Passendes Lied
„Kikeriki“, siehe auch Volksmusikarchiv Bezirk Oberbayern