Führung im Pflanzenlabyrinth

Brigitte Gottschall, Vorsitzende vom Gartenbauverein Königsmoos, empfing die angehenden Projektgärtner sehr herzlich beim Pflanzenlabyrinth von Königsmoos.

Sie erläuterte den interessierten Zuhörern, dass das Pflanzenlabyrinth 2005 entstand, derzeit mit 700 bis 800 Pflanzen bestückt ist, bereits etwa 270 verschiedene Pflanzenarten bzw. –sorten ausprobiert wurden, Buchs als Leitpflanze eingesetzt ist, bei den Pflanzen wegen der Übersichtlichkeit eher niedrige Arten gewählt werden, es sowohl Heilpflanzen, Küchenkräuter als auch Symbolpflanzen gibt und das Labyrinth sich auf einer Fläche mit einem Durchmesser von 21,80m erstreckt.
Die gesamte Weglänge beträgt 135m und unterteilt sich in drei Wegabschnitte. Der kürzeste Abschnitt entspricht der Kindheit, die mittlere Strecke der Jugend und die längste Strecke geht in die Mitte des Lebens und wieder aus der Mitte des Lebens heraus über das Rentenalter zum Ende. Folgt man dem Weg, gelangt man in weiten Bögen zum Ziel in der Mitte, wo sich symbolisch der Baum des Lebens befindet. Dass man sich beim Beschreiten des Weges immer wieder dem Mittelpunkt nähert und sich dann doch wieder ein Stück weit entfernt soll die Umwege und Rückschläge im Leben darstellen, da auch der Lebensweg in den wenigsten Fällen geradlinig verläuft.

Nach den Ausführungen von Brigitte Gottschall ist das Pflanzenlabyrinth eine beliebte Attraktion bei vielen Besuchern und es wird noch durch ein benachbartes Erlebniswäldchen mit Barfußpfad, Klangecho u.v.a. ergänzt. Das Gelände ist jederzeit zugänglich und es finden auch regelmäßig Führungen statt. Die gesamte Anlage wird vom Gartenbauverein Königsmoos gepflegt, instandgesetzt und gelegentlich durch neue Attraktionen erweitert.

Zum Thema Müll gibt es in unmittelbarer Nähe eine Dauerausstellung. Zu verschiedenen Müll-Fundstücke, die bei einer Kinder-Ramadama-Aktion gesammelt wurden, kann jeder raten, wie lange es bis zur Verrottung des jeweiligen Mülls dauert. Mit Hilfe von verdeckten Infotafeln kann man dann selber kontrollieren, ob man mit seiner Vermutung richtig lag.

Abschließend konnten ein paar Seminarteilnehmer noch einen kurzen Abstecher mit Brigitte Gottschall zum Moorpfahl in Königsmoos unternehmen. Der Pfahl wurde im Jahre 1836 ebenerdig im moorigen Boden versenkt. Mittlerweile ragen über zwei Meter wieder heraus, was veranschaulicht, wie „bewegt“ der Moorboden ist und wie stark er sich im Laufe der Zeit absenkt.