Ausbildung zum Projektgärtner

Die Auftaktveranstaltung zur Ausbildung des neu initiierten Projektgärtners brachte in Vorarlberg 25 Teilnehmer und elf Betreuer, Referenten und Organisatoren zusammen, die voller Spannung und Vorfreude dem Beginn dieser Ausbildung entgegensahen.

Die Repräsentanten der beteiligten Verbände begrüßten die Anwesenden sehr herzlich und wünschten allen, dass die „Sehnsucht Garten“, die sie zu dieser Ausbildung geführt hat, weiter wachsen und mit den Inhalten der Ausbildung fruchtbar gedeihen möge.

Eine begeisterte Runde Projektgärtner und Betreuer

Eine begeisterte Runde Projektgärtner und Betreuer

Einführung zum Ablauf des ersten Moduls

Einführung zum Ablauf des ersten Moduls

Clemens Enthofer - Betreuer - Tirol

Clemens Enthofer - Betreuer - Tirol

Projektgärtner und Betreuer stellen sich vor

Projektgärtner und Betreuer stellen sich vor

Die gemeinsamen Träger der Ausbildung

haben bereits erfolgreiche Erfahrungen in der länderübergreifenden Zusammenarbeit bei den Seminaren in Seeon gesammelt. Nun wollten sie jedoch einen Schritt weitergehen, indem sie gemeinsam eine Ausbildung anbieten, die es den Teilnehmern nach drei Jahren bzw. sieben Modulen ermöglicht, mit viel Hintergrundwissen sowie einem Erfahrungsschatz aus eigenem Tun und Austausch mit anderen, neue Projekte zu planen und zu realisieren.

Projektgärtner

Der Projektgärtner ist nicht als derjenige zu sehen, der die praktischen Arbeiten im Garten ausführt, sondern vielmehr ist es seine Aufgabe:

  • Aus den Wünschen des Auftraggebers ein konkretes Ziel für das Projekt herauszukristallisieren
  • Das Projekt in überschaubare Einzelschritte zu untergliedern
  • Gleichgesinnte für ein Team zu finden bzw. zu begeistern
  • Voraussetzungen (Ressourcen) zu prüfen
  • Fehlendes (Gleichgesinnte, Material, Fachwissen) auszuloten und herbeizuschaffen
  • Auftretende Fragen und Probleme zu lösen, ggf. vom ursprünglichen Plan bewusst abzuweichen
  • Zeit- und Kostenpläne aufzustellen und während der Projektumsetzung im Auge zu behalten
  • Ansprechpartner für den Auftraggeber und das ganze Team zu sein
  • Das laufende Projekt zu begleiten, Unstimmigkeiten im Ansatz zu erkennen und einen gemeinsam begehbaren Weg aufzuzeigen

Auch wenn viele der Teilnehmer bereits einige Projekte umgesetzt haben, so eint doch alle der Wunsch, zukünftig mit (noch) mehr Hintergrundwissen, Routine und Sicherheit an neue Projekte herangehen zu können. Bereits beim ersten Modul wurde deutlich, was alleine das Zusammentreffen und der Austausch von Gleichgesinnten für eine wertvolle Bereicherung für jeden einzelnen darstellt.

Der Begriff Projektgärtner ist ein Kunstwort und steht nicht in Verbindung mit der dreijährigen Berufsausbildung eines Gärtners. So wie die Bezeichnungen Freizeit- und Hobbygärtner veranschaulichen, dass jemand zwar nicht als Profi aber mit viel Begeisterung im Garten tätig ist, so soll der Begriff Projektgärtner zum Ausdruck bringen, dass es hier jemanden gibt, der Gartenprojekte ehrenamtlich unterstützt und begleitet. Der Projektgärtner hegt und pflegt das Projekt wie einen Garten, den er zum erfolgreichen Gedeihen bringen möchte.

Das erste Modul, das die Themen Persönlichkeitstraining, Gruppendynamik, Projektmanagement und Motivationstraining beinhaltet, wurde fachlich von Monika Wohlmuth-Schweizer und Florian Oberforcher geleitet.

Check in – Vorstellung

Erwartungsgemäß gab es eine Vorstellungsrunde, jedoch nicht wie meist üblich mit Hinweisen zu Beruf und fachlicher Erfahrung, sondern den Referenten war wichtig, dass die Teilnehmer aktiv werden (also aufstehen) mussten, und sich ganz kurz mit einer persönlichen Vorliebe vorstellten. Durch die Bewegung fällt es leichter, wirklich anzukommen und vom Alltag loszulassen, da man gewissermaßen kurz wachgerüttelt wird.

Team-Skulptur

Als Auflockerung zum Kennenlernen in neuen Gruppen können inhaltlich passende Fragen vorbereitet werden, die die Teilnehmer wieder in Aktion bringen. Die Projektgärtner stellten sich unter anderem in einer Reihe nach Alter bzw. Körpergröße auf und verteilten sich im Raum in Relation nach ihrer geografischen Heimat. Dann wurden alle aufgefordert, sich für die Wurzeln, den Stamm, die Blätter oder Früchte eines Baumes zu entscheiden und welche Eigenschaften sie davon in sich wiedererkennen. Auch durften sich alle in einer weiteren Übung entscheiden, ob sie sich eher beim Sport, in der Musik, im Kreativen oder beim bewussten Entspannen zu Hause fühlen. Einige konnten sich aufgrund ihrer eigenen Vielfalt nicht für eine Gruppe entscheiden, andere gründeten eine neue Gruppe: Die Genussmenschen.
Dies sind auf den ersten Blick spielerische Einheiten, jedoch konnte durch diese Auskünfte ein persönlicher Eindruck von den Mitmachenden gewonnen werden und alle kamen schnell in Kontakt, evtl. bestehende Hemmschwellen wurden rasch abgebaut.

Bingo

Nachdem die Teilnehmer einer neu gebildeten Gruppe sich bereits ein wenig „beschnuppert“ haben, kann ein anderes Spiel folgen. Nach der Art von Bingo müssen Felder abgearbeitet werden und wer als erstes eine vollständige Reihe, Spalte oder Diagonale aufweisen kann, ist Sieger und darf „Bingo!“ rufen.
In den Feldern werden Fragen gestellt, wie etwa: „Spielst Du ein Instrument?“, „Warst Du heute bereits 30 Min. an der frischen Luft?“ oder „Hast Du mind. Schuhgröße 46?“. Jeder Teilnehmer darf jedem anderen Teilnehmer einmal eine dieser Fragen stellen und unmittelbar danach darf der zuerst Befragte eine beliebige Frage an den vorherigen Fragesteller richten. Kann die Frage mit „Ja“ beantwortet werden, so wird die Antwort mit einer Unterschrift bei der Frage bestätigt. Bei „Nein“ gibt es keine Unterschrift. Unabhängig von der Antwort, dürfen sich zwei Person kein weiteres Mal gegenseitig befragen.

Sinn und Werte

Um für ein Projekt zu begeistern, egal ob Teammitglieder, Sponsoren, Werbung etc. sollte man die Ansprechpartner nicht nur mit Fakten konfrontieren, sondern ihnen aufzeigen, welchen Sinn es für sie macht, sich bei dem Projekt einzubringen. Jeder hat seine persönlichen Werte wie Zeit, Achtsamkeit, Vertrauen, Wertschätzung usw.. Wenn man es schafft, bei seinem Gegenüber dessen Werte anzusprechen und zu bedienen, dann hat man einen neuen Partner für sein Projekt begeistert. So lange jemand von einem Projekt begeistert ist, wird er sich gerne mit guter Leistung einbringen.

Im Gegensatz zu Fakten wie Kosten und Zeit lassen sich Werte weder messen noch vergleichen und sind bei jedem individuell. Werte müssen von jedem einzelnen gespürt werden, werden dann aber zu einer starken Triebfeder, die ein Projekt am Laufen hält. Verliert das Projekt während der Umsetzung für einen Mitwirkenden den Sinn, kann es dazu führen, dass er bei Terminen unpünktlich erscheint, Aufgaben unvollständig oder gar nicht erledigt und im schlimmsten Falle sogar kontraproduktiv tätig wird. Wird sich vor Projektbeginn nicht die Zeit genommen, die Werte der Beteiligten herauszuarbeiten, läuft man Gefahr, dass dem Projekt sprichwörtlich die Luft ausgeht und es eingestellt werden muss. Genau so, wie ein Projekt im Laufe der Umsetzung wandelbar ist, können sich auch die Werte eines Menschen ändern.

Dialog

Um einen offenen Meinungsaustausch anzuregen, eignet sich folgende Kommunikationsform – der Dialog:
Die Teilnehmer bilden einen Sitzkreis und in der Mitte liegt ein oder mehrere Symbole. Immer nur ein Teilnehmer wählt eines der Symbole und spricht über ein festgelegtes Thema bzw. eine Fragestellung zur Gruppe. Dabei darf der Sprecher lediglich aus seiner Sicht sprechen, also nicht verallgemeinern. Die anderen Teilnehmer hören nur zu, es erfolgt keine Kommentierung, auch nicht durch einen nachfolgenden Sprecher. Es soll kein Wortbeitrag inhaltlich wiederholt werden. Diese „Spielregeln“ müssen im Vorfeld geklärt sein.
Dem Meinungsaustausch sollte genug Zeit eingeräumt werden. Die Wortmeldungen kommen erfahrungsgemäß nicht unmittelbar hintereinander, sondern es wird immer wieder zu kurzen Pausen kommen. Geduld an dieser Stelle wird mit weiteren und im Laufe der Zeit oft mit inhaltlich bedeutenden Beiträgen belohnt.
Erst nach dem Beenden der Wortmeldungen bzw. nach einer vorher definierten Zeit werden die Inhalte stichpunktartig aufgeschrieben (die roten Fäden) und anschließend zusammengefasst (z.B. durch bepunkten), welcher nächste Schritt gemacht wird bzw. für welche Lösung sich die Gruppe entscheidet.

Duo Walk

Eine weitere auf den ersten Blick eventuell ungewöhnliche Möglichkeit zum intensiven Kennenlernen bzw. gezielten Einholen von Information ist der sogenannte Duo Walk. Vorab müssen die Spielregeln geklärt werden: Zwei Personen gehen gemeinsam spazieren. Eine Viertel Stunde hat eine Person das Rederecht, kann aber auch Pausen einlegen. Die zweite Person ist der Zuhörer, der in keiner Weise das Gehörte kommentiert oder unterbricht. Auch wenn dem zuerst Redenden momentan nichts mehr einfällt, beginnt für den bisher Zuhörenden erst nach Ablauf der Viertel Stunde seine Redezeit. Dies hat zur Folge, dass der Redende nach den ersten Minuten, in denen i.d.R. nur Fakten aufgezählt werden, innerlich zur Ruhe kommt, sich selbst die Zeit nimmt, tiefer bzw. emotionaler auf das gestellte Thema einzugehen und meist erst dann die spannenden Aspekte und Beweggründe zu Tage kommen.
Die Teilnehmer konnten innerhalb der halben Stunde Duo Walk feststellen, dass das „nur“ Zuhören schwierig werden kann, wenn man einerseits höflich bestätigen möchte, dass man noch zuhört und gedanklich dabei ist, und andererseits bei etwas Gesagtem am liebsten gezielt nachhaken möchte, da es einen schlichtweg interessiert, aber man bei den Spielregeln dieser Möglichkeiten beraubt ist.
Hingegen haben die Teilnehmer in der Rolle des Redenden die Befreiung erfahren, nach den ersten eher hastigen Minuten in ein entspanntes Erzählen zu kommen, da man die „reservierte“ Viertel Stunde zur freien Verfügung hat und in seinem eigenen Gedankengang und Sprechfluss nicht unterbrochen wird. So mag mancher der Redenden zum ersten Mal den einen oder anderen Gedanken tatsächlich ausgesprochen oder konkretisiert haben, so dass das Gesprochene auch für den Redenden zu neuen Selbst-Erkenntnissen führte.

Kommt ein Auftraggeber auf den Projektgärtner zu, so kann es sehr hilfreich sein, vor der Projektplanung mit ihm einen Duo Walk zu machen. Die ersten Minuten wird der Auftraggeber die Fakten zu dem anvisierten Projekt aufzählen, doch dann wird er von seinen Wünschen, Träumen und Hoffnungen erzählen, die er mit dem Projekt verbindet. Hier kann der Projektleiter erfahren, welcher Antrieb hinter der Projektidee steckt und ob er selber diese Ideen und Werte begleiten und sich dafür begeistern kann oder ob ggf. eine Zusammenarbeit keinen Sinn macht, weil man das Projekt zwar fachlich umsetzen könnte, aber inhaltlich nicht dazu stehen würde und es für alle Seiten zu einer unbefriedigenden Zusammenarbeit käme. Für den Projektgärtner ist es auch leichter, begeisterte Gleichgesinnte zu finden, je genauer er über den Sinn und die Werte des Projekts Bescheid weiß.
Kommt man während des laufenden Projekts zu einem Punkt, dass jemand den Sinn des Projekts in Frage stellt, die Orientierung verliert und das Projekt aufgeben möchte, so kann man versuchen, sich erneut über Sinn und Werte auszutauschen und wieder zusammenzufinden. Hier ist es die Aufgabe des Projektgärtners, frühzeitig die Zeichen zu erkennen und zum Gespräch einzuladen.

Storytelling

Storytelling kann einfach mit Geschichtenerzählen übersetzt werden, jedoch steckt dahinter mehr, als man anfangs vermutet. Im beruflichen Umfeld werden i.d.R. Fakten aufgezählt bzw. ausgewertet und dabei der Verstand angesprochen. Dabei ist es im Grunde viel wichtiger, Emotionen anzusprechen, denn viele Entscheidungen werden nicht nur mit dem Kopf sondern sehr oft oder ausschließlich mit dem „Bauchgefühl“ getroffen. Das ist nicht nur so in der Freizeit und im privatem Umfeld sondern auch in der Marktwirtschaft. Werden beispielsweise Hoffnungen, Freude, Wohlbefinden, Vertrauen oder auch Ängste angesprochen, wird ein Ereignis zum Erlebnis und hinterlässt einen viel tieferen und bleibenden Eindruck. Zudem kann durch freies Erzählen das Erfahrungswissen von Menschen wie ein Schatz gehoben werden. Emotionale Erlebnisse speichert unser Gehirn als Erfahrungsgeschichten ab. Mit jeder neuen Erfahrung erweitert das Gehirn diesen Erfahrungsschatz und verknüpft sie zu einer großen Erlebnisgeschichte. Im freien Weitererzählen eben dieser Geschichten werden Wissen und Emotionen zwischenmenschlich übermittelt.
Darum sollen beim Geschichtenerzählen vielfältige Emotionen zum Tragen kommen, damit sich das Gegenüber persönlich angesprochen fühlt und sich in der Geschichte wiederfinden kann.

Das Geschichtenerzählen ist eine Frage der Übung und benötigt anfangs schon eine gewisse Portion Mut und Überwindung. Je öfter man jedoch Geschichten erzählt, um so leichter fällt es einem und je öfter man die gleiche Geschichte erzählt, um so besser wird diese Geschichte. Je öfter man über sein Projekt spricht, um so klarerer werden einem selber die Zusammenhänge des Projekts und das Ziel bzw. der Weg dorthin. An der Reaktion der Zuhörer kann man ablesen, ob sie sich von dem Projekt angesprochen fühlen und man sie als Gleichgesinnte und Mitwirkende begeistern kann oder ob die Idee evtl. nur für einen selbst Sinn macht und man sie ggf. allein umsetzen muss.
In jedem Fall ist es für die Durchführung des Projekts von Vorteil, wenn sich der Projektgärtner im Vorfeld ausreichend Zeit nimmt, mit verschiedenen Personen darüber spricht und sich selbst über das Projekt, dessen Sinn und Werte, Klarheit verschafft.

Zettelwirtschaft

Der Begriff „Zettelwirtschaft“ soll bei dieser Methode zum Ausdruck bringen, dass viele Gedanken auf Zetteln aufgeschrieben und sortiert werden. So stellt diese Vorgehensweise eine wertvolle Hilfe für den Beginn einer jeden Projektplanung dar. Die Grundlagen der Zettelwirtschaft sind einmal eine offene, neugierige Grundhaltung sowie eine Vorlage mit verschiedene Fragen bzw. Themenfeldern. Ob nun das Projekt schon in der Gruppe geplant wird oder sich zunächst nur eine Person alleine mit einer Idee auseinandersetzt, das Notieren von Gedanken, Erkenntnissen, Fragen und Essenzen auf Zetteln, die erst einmal nur gesammelt und sortiert werden, schafft eine Übersicht und eine gute Basis an Ideen, Informationen und Fragen, die in weiteren Schritten geordnet, zusammengefasst und ausgedünnt werden.
Der Prozess für die Arbeit mit der Zettelwirtschaft lässt sich anhand eines Atemzugs erklären. Zuerst wird eingeatmet (das entspricht dem Sammeln von Gedanken), dann wird für einen kürzeren Moment der Atem angehalten (das entspricht dem Entstehen von Neuem durch das Kombinieren von einzelnen Gedanken), bevor dann wieder ausgeatmet wird (das entspricht dem Fokussieren und Zusammenführen der wesentlichen Erkenntnisse und daraus folgenden Schritte.
Wichtig ist, dass anfangs alle Gedanken zugelassen werden und es nicht gleich zum Kommentieren und „Abwürgen“ von Beiträgen kommt. Bei einer Gruppenarbeit sollte einer dazu bestimmt werden, der im Auge behält, dass kein Gedanke verloren geht, sondern alle stichpunktartig notiert werden. Ideen, die sich inhaltlich überschneiden, können in einem späteren Schritt zusammengefasst werden.
Egal wie groß das Projekt ist, die Planung sollte in kleinen, überschaubaren Einzelschritten erfolgen. Auch ist es nötig, immer wieder im Projekt kurz innezuhalten, die Planung mit der tatsächlichen Durchführung abzugleichen und den Bestand und die nächsten Schritte auf den Punkt zu bringen. Der Projektgärtner sollte so weit den Überblick haben, dass ihm der Ablauf und die Herangehensweise der nächsten ein oder zwei Teilschritte klar ist, er aber auch Alternativen dazu bieten kann, wenn es zu Problemen kommt. Der Projektgärtner selbst sollte so flexibel sein und die Flexibilität im Projekt zulassen, dass beispielsweise geänderte Rahmenbedingungen (Witterung, Teamzusammensetzung, finanzieller Rahmen …) zwar ein Umdenken bei der Planung erfordern, aber nicht die Weiterführung des Projekts gefährden.

Praxisprojekt

Im Laufe dieses ersten Treffens wurden die Teilnehmer über die Rahmenbedingungen informiert, welche das Projekt erfüllen soll, das sie in der dreijährigen Ausbildung initiieren, realisieren, dokumentieren und abschließend vorstellen sollen. Das Praxisprojekt soll mit Menschen und mit dem Thema Garten zu tun haben. Die Teilnehmer können sich zu Gruppen zusammenschließen oder auch mit Mitgliedern aus ihren Ortsvereinen ein Projekt realisieren. Darüber hinaus gab es erste wertvolle Hinweise über die konkrete Herangehensweise an ein Projekt. Eine Art Tagebuch, das der Projektgärtner laufend stichpunktartig führt, macht es leichter, das Einhalten oder Abweichen von der Planung festzuhalten und auch auszuwerten, welche Aspekte erfolgreich waren oder zukünftig anders gehandhabt werden sollten. Nur wenn man seine Erfolge und vor allem Misserfolge wahrnimmt, kann man für zukünftige Projekte aus seinen Erfahrungen lernen und sich verbessern.

 Ein wertvoller Grundsatz, den man geradezu als Lebensphilosophie bezeichnen kann, wurde im Laufe des ersten Ausbildungsabschnittes ausgesprochen:

Ehre das Alte
Grüße das Neue

 

Die Ausbildung zum Projektgärtner hat bereits eine kleine aber hoch motivierte Gemeinschaft von Gleichgesinnten zusammengeführt. Um dieses Wir-Gefühl der Gruppe weiter zu stärken, werden bereits eingeführte Abläufe und Symbole von diesem ersten Treffen mitgenommen:

  • „Projekt-Chor“
  • fortlaufendes Fotoprotokoll
  • Hoppalas sammeln und in eine fortlaufende Geschichte verpacken
  • GartenNews, Austausch von Infos unter den Teilnehmern
  • Talentwand der Teilnehmer
  • Selbst aufgestellte Verhaltensregeln

So dürfen die Teilnehmer nicht nur auf die konkreten Inhalte der nächsten Module gespannt sein, sondern sich auch auf ein Wiedersehen mit bekannten Gesichtern, bereits liebgewonnenen Ritualen und jede Menge neue Ideen, Anregungen, Erfahrungen und praktische Hilfestellungen freuen.

Dank und Feedback für Betreuer

Dank und Feedback für Betreuer

Projektgärtner mit Wissensdurst

Projektgärtner mit Wissensdurst

Talentwand im Hintergrund

Talentwand im Hintergrund

Projektgärtner

Projektgärtner

Warum Ausbildung zum Projektgärtner

Warum Ausbildung zum Projektgärtner