Tu Gutes und sprich darüber

Von Susanne Loidl OGV Götting

 

Jede Einzelaktion ist es Wert, dass man darüber berichtet. Nicht nur im Jahresbericht des Vereins. Hat man z.B. eine Kräutergruppe und will nicht im einzelnen berichten, was wann gemacht wurde, kann man auch zum Saisonende einen zusammenfassenden Bericht erstellen. Es soll nur insgesamt nicht unerwähnt bleiben.

Eine Auswahl von max. einer Hand voll Bilder sollte zeitnah zusammen mit einem Text, der eher lieber ein wenig blumig als im Telegraphenstil formuliert ist, an die örtliche Presse geschickt werden. Das kann die regionale Tageszeitung sein, das Gemeindeblatt und/oder oft gibt es auch monatlich erscheinende Zeitungen in der Region.

Im Text sollte man erwähnen, wer was gemacht hat, also den Namen der Kindergruppe/des Vereins, Namen von bei der Aktion wichtigen Einzelpersonen, und was gemacht wurde: Welches Werkstück gefertigt wurde, Wanderung mit welchem Ziel/Sehenswürdigkeiten, Besuch eines Biotops, Imkers …

Formulierungen wie: spannend, mit Humor, gute Stimmung, Freude bei der Arbeit, genießen, Erlebnis, freudig, bei strahlendem Sonnenschein, erkunden, abenteuerlich … machen den Text kurzweilig, schaffen ein Gefühl für die (positive) Stimmung bei der Aktion und der Leser wird mitgerissen. Und es liest sich als wirklich eigenständiges Erlebnis und nicht wie die tausendste Kindergruppe, die das gleiche gemacht hat und man kann es schon nicht mehr hören, liest also nicht bis zum Ende.

Das war toll!
In der Zeitung ist immer alles toll, aber warum stimmt es gerade bei uns? Bei der Beschreibung kann man überlegen, was das eigene Werkstück, die Wanderung, den Besuch zu etwas besonderem gemacht hat und das mit einigen Worten herausarbeiten. Lustige oder spannende Ereignisse, die vorher gar nicht geplant waren, können erwähnt werden und machen den Bericht dadurch lebendig.

In einigen Kindergruppen führen die Kinder jedes für sich oder der Jugendleiter (mit den Kindern oder alleine) eine Art Tagebuch über die Gruppenstunden/Aktionen. Meist sind es Ordner, in die Rezepte, gemalte Bilder, gepresste Blumen, Fotos und durchaus auch die Zeitungsberichte mit eingefügt werden. 
So ein Tagebuch bietet sich sehr gut an, um beispielsweise bei einem Infostand, Jahresbericht einen Überblick über die Aktivitäten der Kindergruppe zu geben.

Der Redakteur bei der Zeitung, der die Berichte inhaltlich auswählt (oder kürzt), ist auch nur ein Mensch. Vor allem einer mit begrenztem Platz, den er verwaltet. Je freundlicher man seine Anfragen stellt, um so angenehmer wird die Zusammenarbeit. Beim Zuschicken der Berichte sollte man sich für Rückfragen anbieten, falls Fragen zum Text oder Auswahl/Qualität der Bilder bestehen. Man kann darauf hinweisen, dass die Veröffentlichung nicht so eilt, man lieber auf eine Ausgabe mit mehr Platz für Bilder warten würde. Jedoch sollte man vor allem von zeitlich zuordenbaren Aktionen zeitnah die Berichte schicken. An Pfingsten wird in einer Tageszeitung bestimmt nichts mehr über Osterbastelaktionen gedruckt. Im Anschreiben kann man ruhig auch mal schreiben, dass sich die Kinder sehr darüber freuen, wenn sie etwas über sich in der Zeitung entdecken. Wird im Verein ein wie oben beschriebenes Tagebuch mit Zeitungsausschnitte geführt, kann man dieses auch ruhig einmal gegenüber der Presse erwähnen oder ein Bild davon schicken. Auch der Presse kann man bei einem besonders umfangreichen und/oder gelungenen Bericht eine von den Kindern gestaltete Dankeskarte schicken.

Bei richtig großen Aktionen kann man auch ruhig (frühzeitig) nachfragen, ob von der örtlichen Presse jemand kommt und darüber einen größeren Bericht erstellt. Das fördert natürlich die öffentliche Aufmerksamkeit und damit kann man bei Nachfragen für Sachspenden punkten.