Naturerlebnisgarten im Jugendzentrum Geisenfeld

Obst- und Gartenbauverein Geisenfeld

Kinder und Jugendliche haben den rund 800 m2 großen Außenbereich des Jugendzentrums Geisenfeld im Landkreis Pfaffenhofen zu einem Naturerlebnisgarten gestaltet. Dabei hat sie der Obst- und Gartenbauverein Geisenfeld mit Rat und Tat unterstützt. Aus dem gemeinsamen Projekt der Vereins-Jugendgruppe „Natur-Frieks“ mit dem Jugendzentrum entstanden schon viele weitere gemeinsame Aktionen.

Eigentlich war der Obst- und Gartenbauverein Geisenfeld (OGV) ja auf der Suche nach Räumlichkeiten für seine Jugendgruppe „Natur-Frieks“, zu der Kinder zwischen 8 und 13 Jahren gehören. Im Winter oder bei schlechtem Wetter sollen die monatlichen Treffen mit kreativen Aktionen schließlich auch stattfinden können. Die Nachfrage bei der Stadt brachte den Verein und das Jugendzentrum Geisenfeld zusammen. Daraus entstand erstens ein neuer Treffpunkt für die „Natur-Frieks“, zweitens die Idee, zusammen mit dem Jugendzentrum die Außenanlage aufzuwerten. Und zwar mit einer möglichst artenreichen Gestaltung und mit mehr Möglichkeiten für die Jugendlichen im Freien aktiv zu sein.

Räume suchen

Für Vereine, die Räumlichkeiten für ihre Kinder- und Jugendgruppen suchen, ist die Kommune ein guter Ansprechpartner, empfiehlt Werner Weiß. Auch er hat bei der Stadtverwaltung nachgefragt, die ihm dann angeboten hat, die Räume des Jugendzentrums zu nutzen. Eine ideale Kombination, wie er findet.

 

Zuschüsse und Unterstützung

Vereine sollten immer wieder aktiv bei den Kommunen nach Unterstützung fragen, sagt Werner Weiß. Manchmal gibt es Zuschüsse, manchmal hilft die Kommune auch gerne mit Sachleistungen. Für den OGV Geisenfeld stellt die Stadt zum Beispiel in den Sommermonaten eine mobile Toilette an der Streuobstwiese zur Verfügung. Das macht die regelmäßigen Treffen der „Natur-Freaks“ dort einfacher.

Für die Kräuterschnecke im Naturerlebnisgarten des Jugendzentrums Geisenfeld kamen gebrauchte Materialien zum Einsatz. Wie gut, dass der direkte Nachbar Steinmetz ist. Der stellte Reste von Grabsteinen, Grabumrandungen und Einfassungen zur Verfügung, sodass die Transportwege kurz waren und die Steine neue Verwendungsmöglichkeiten bekamen. Die Kräuterschnecke wurde so zu einem schönen Upcycling-Projekt. Das Material für den Unterbau, also Schotter, Kies und Erde, hat der Vorsitzende des Vereins, Werner Weiß, beim örtlichen Kieswerk besorgt, für das schweißtreibende Abladen und Verteilen waren aber die Jugendlichen zuständig.

Größe der Kräuterschnecke:

Durchmesser 3 m, Höhe ca. 60 – 80 cm.

Mit diesen Kräutern bekam sie ihre passende Füllung:

Obere Zone: Thymian, Majoran, Salbei, Rosmarin, Lavendel, Bohnenkraut, Stevia (Süßkraut) und Currykraut.

Mittlere Zone: Oregano, Ysop, Melisse, Pimpinelle oder Portulak.

Untere Zone: Dill, Estragon, Knoblauch, Koriander, Minzen.

Bauanleitung:

Der Verein hat die Schnecke nach dieser Anleitung gebaut:

https://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/nutzgaerten/bauanleitung-kraeuterspirale-11396#a-674839-schritt-fr-schritt-kruterspirale-anlegen

Merkblatt Landesverband: file:///Users/barbel/Downloads/Kr%C3%A4uterspirale%20und%20Hochbeet-1.pdf

Kontakt

Obst- und Gartenbauverein Geisenfeld
Werner Weiß
85290 Geisenfeld
Mail: kontakt@gartenbauverein-geisenfeld.de

Der Wert für Mensch und Natur

Artenvielfalt Seit 2019 vielfältige naturnahe Aktionen in den Räumlichkeiten des Jugendzentrums Geisenfeld; eine Umgestaltung des Außenbereiches soll nun die Ausweitung naturnaher, gärtnerischer Aktionen im Freien ermöglichen (Square-Foot-Beete, Kräuterschnecke, Blühwiese, Naschobstpflanzungen u.a.); gutes Konzept, mit fachlicher Unterstützung erstellt, zahlreiche Akteure (GV, Behörde, Jugendzentrum), nachhaltiges Projekt, Zusammenarbeit Erwachsene und Jugendliche, Potential für die Zukunft.
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Der Tipp vom Bezirksverband

Die jüngeren Kinder bis ca. 12 Jahre, die auch bei den „Natur-Freaks“ dabei sind, sind schnell für die Aktionen zu begeistern. Bei den älteren Jugendlichen braucht es manchmal etwas Motivation, z. B. ein gemeinsames Pizza-Essen am Schluss. Noch wichtiger aber ist es, die Sinnhaftigkeit des Tuns zu vermitteln, das hat hier die Jugendlichen besonders angespornt, dabei zu sein.

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