Die Bienenbande vom Hansnhof

Obst- und Gartenbauverein Roßhart-Attel

Ein Zusammenschluss von jungen Familien, Nachbarn, Freunden und dem Obst- und Gartenbauverein Roßhart-Attel (OGV) samt der „Bienenbande“ geht mit vielen ganz unterschiedlichen größeren und kleineren Projekten durch das Jahr. Auf dem „Hansnhof“ von Christine Machl werden all die vielen guten Ideen ausprobiert und umgesetzt. Mittlerweile ist daraus ein Treffpunkt geworden, an dem alle Generationen aus dem ganzen Dorf zusammenkommen.

Der leerstehende Hansnhof in Roßhart-Attel im Landkreis Rosenheim ist wieder voller Leben. Denn die jungen Familien, Nachbarn, Freunde und der OGV Roßhart-Attel haben hier einen Ort gefunden, an dem sie eine Fülle an Ideen umsetzen. Dabei geht s ihnen um mehr als um Wissensvermittlung oder um Freizeitbeschäftigung. Vielmehr liegen ihnen diese Punkte bei allen Projekten ganz besonders am Herzen:

  • nachhaltiges Leben
  • Natur mit allen Sinnen leben und erleben
  • ehrliche und selbst erzeugte Nahrungsmittel
  • Lebensraum für alle
  • Werte an die nächste Generation vermitteln
  • Wertschätzung und respektvoller Umgang

Eigentümerin Christine Machl:

“I hob des Glück unsern altn Hof in dieser wunderschönen Lage zum hom. Und i finds einfach schee, dass wieder bissl a Lem aufn Hof is und wir gemeinsam wos für unser Natur machan.”

Die Projekte auf dem Hansnhof und in der Umgebung:

  • Generationen- und Gemeinschaftsgarten
    Der wird gemeinsam bewirtschaftet. Wichtig ist den Aktiven, dass die Kinder erfahren, wie lange es dauert und welche Arbeiten notwendig sind, bis eine Kartoffel auf dem Teller landet. Wie Sauerkraut in der Ursprungsform aussieht. Oder wie lang eine Gelbe Rübe ist. Dabei gab es die ein oder andere Challenge: Wer findet die größte Erdbeere? Oder auch: Wer sammelt die meisten Kartoffelkäfer?
  • Mit den Kindern und für die Kinder eigenes Obst anbauen Dafür gab es Sortenempfehlungen des Kreisfachberaters und – damit der Start auch klappt – gleich noch einen Pflanzkurs dazu. Daran hat sich die ganze Nachbarschaft beteiligt und die langjährigen Vereinsmitglieder brachten ihre ganze Erfahrung an die Jungen. Gepflanzt wurden: Birne ‚Conference‘, Apfel ‚Boskop‘ und ‚Prinz Albrecht‘, Zwetschge ‚Wangenheimer‘ und Mirabelle ‚Nancy‘.
  • Die Obstwiese wurde zur Blumenwiese. Auf der ca. 1500 m2 große Fläche war vorher klassischer Ackerbau betrieben worden. Zur Bodenvorbereitung wurde die Fläche über Wochen mehrmals gegrubbert und geeggt. Anschließend wurde regionales Saatgut einsät (Rieger-Hofmann 02 Frischwiese). (LINK BLÜHFLÄCHENFIBEL)
  • Insektenhotels für den Hansnhof und den Spielplatz: Mit Zapfen, Schilf, Hartholz, Lehm, Brennnesselstielen und Ziegel
  • Nasch- und Sträucherhecke und Bäume am Spielplatz als Lebensraum für Tiere und für Kinder: Dafür zogen Holunder, Haselnuss, Hartriegel, Felsenbirne, Kornelkirsche, Apfebaum, Kastanie und Linde auf dem Spielplatz ein. Für die Naschhecke pflanzten die Aktiven Maibeeren, Himbeeren, Brombeeren Johannisbeeren und Blaubeeren.
  • Benjeshecke
    Aus dem Material, das bei Rückschnitten anfiel, entstand eine Benjeshecke, in die nach kurzer Zeit schon Igel und Mäuse einzogen.
  • Weidentipi
    Um einem alten Apfelbaum neues Leben einzuhauchen, wurde er zum Teil eines Weidentipis. Dort finden nun Kinder (und viele andere Lebewesen) einen gemütlichen Unterschlupf.
  • „Unordentliche“ Ecken
    Die werden bei den Hansnhof-Aktiven liebevoll gehegt und gepflegt. Es gibt Platz für Brennnesseln und für einen Steinhaufen.

2020 gab es einen Wettbewerb zum Thema „Vögel im eigenen Garten“. Die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Roßhart-Attel waren dazu eingeladen, mehrere Monate lang Vögel zu beobachten. Es galt Vogelarten zu erkennen und zu zählen. Und es gab ein Punktesystem für Nisthilfen und natürliche Brutplätze in Baumhöhlen, Hecken, Sträuchern oder aufgeschichtetem Astwerk. Zweierteams aus dem Verein besuchten die Gärten und zählten gemeinsam die Nistangebote. Der gesamte Gartenbauverein war engagiert bei diesem Wettbewerb dabei und besonders interessant war das Ganze für die Kinder.

 

Bild Wettbewerbsbogen

Die „Bienenbande vom Hansnhof“ sind zwei Kindergruppen mit Kindern zwischen 3 und 12 Jahren. Einmal im Monat treffen sich die Kinder auf dem Hansnhof, um gemeinsam zu „garteln“, die Natur zu erleben und miteinander eine schöne Zeit im Garten zu verbringen:

  • Den Hansnhof entdecken und bewirtschaften:
    Den Misthaufen in ein Kürbisbeet verwandeln
    Kartoffeln und Melonen pflanzen
    Bohnentipi bauen
    Sonnenblumenbeete zum Naschen für die Tiere anlegen
    Vogelscheuchen bauen
    kreative Schilder basteln, um die Beete zu beschriften
  • Thema Kräuter
    Kräuterbeet anlegen
    Kräuter riechen, fühlen, schmecken
    Kräuterbuschen für Maria Himmelfahrt binden, anschließender Familiengottesdienst am Hansnhof
    Leckere Butterbrote mit frisch geernteten Kräutern genießen
  • Thema Heu
    So geht „Hainga“: Die erfahrenen Vereinsmitglieder, die früher das traditionelle „Hainga“ noch selbst gemacht haben, zeigten, wie die Sense richtig geschwungen wird und wie das Gras auf Heuheinzen aufgehängt wird.

    Heufest: Das trockene Heu wurde eingefahren und in der Tenne des Hansnhofs ein Heubad gebaut. Beim Verstecken im Heu und beim Heuhüpfen übers Feld hatten die Kinder großen Spaß. Jedes Kind durfte auch noch einen Sack Heu für die eigenen Haustiere mitnehmen.

    Heukartoffeln: Kartoffelanbau im Heu (LINK/BUTTON)

Die Bienenbande hat Kartoffeln auf eine ganz andere und sehr einfache Weise angebaut: Im Heu. Dafür werden die Saatkartoffeln auf eine gemähte Wiesen- oder Rasenfläche gelegt und dick mit Heu zugedeckt. Wie das genau geht, hat sich die Bienenbande hier angeschaut:

 

Link zur Anleitung: https://youtu.be/GVnBGrhCK9c

(BILD)

aus Rhabarberblättern und Beton:

Das braucht man:

Sand

Rhabarberblätter

Öl (z. B. normales Speiseöl)

Beton

Wasser

Handschuhe

So geht’s:

Sandhügel formen (flach auslaufend)

Rhabarber-Blatt darauflegen, Stiel abschneiden

Blatt einölen

Beton dick draufklatschen und mit feuchten Händen glätten (leicht draufklopfen, dann wird die Oberfläche schön glatt)

oben mit einem Brett abziehen, damit eine glatte Stellfläche entsteht

3 Tage trocknen lassen (unter Dach)

dann umdrehen, Blatt rauslösen (da helfen Stahlbürste und Pinzette)

danach nochmal 4 Wochen durchtrocknen lassen

 

Hilfreiche Tipps von Christine Machl vom Hansnhof:

Wir haben den billigsten Betonestrich verwendet – ca. 1/3 Sack für eine Tränke. Nach Anleitung mit Wasser schön fest anrühren, aber eher knapper mit Wasser bleiben.

Für den Hügel ca. ½ Eimer Sand (je feiner, desto feiner kommen die Blattadern raus, wenn viele Steinchen drin sind, dann wird´s halt gröber).

Rhabarber ist besser geeignet als Pestwurz, der an Straßenböschungen wächst. Rhabarber ist nämlich stabiler. Nachteil: Rhabarber-Blattadern sind extrem dick, daher muss die Betonschicht drüber NOCH dicker sein, damit es später keine Löcher gibt. Falls doch Löcher entstehen: kein Problem, die Löcher können nachträglich auch noch zubetoniert werden.

Man muss drauf achten, dass die Betonschicht auch an den Rändern mindestens 1 cm dick ist, damit diese später nicht abbrechen. Allerdings ist es auch kein Problem, den zu dünnen Rand einfach mit der Hand abzubrechen, sobald die Tränke trocken ist. Sieht auch hübsch aus, so ein gebrochener Rand.

Achtung: Beton trocknet die Haut extrem aus, deshalb unbedingt (Einmal) Handschuhe beim Verarbeiten tragen.

Bild

Die Bienenbande darf sich im Advent über ein Wichtelhaus freuen, zu dem ein Adventskalender gehört

 

BILD ADVENTSKALENDER WICHTELHAUS

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Der Wert für Mensch und Natur

Artenvielfalt Der Obst- und Gartenbauverein Roßhart-Attel zeichnet sich durch aktive Jugendarbeit seit 2019 mit vielen Kindern und vielfältigen Aktionen über das ganze Gartenjahr aus. Hervorzuheben ist die alternative Nutzung eines großflächigen, landwirtschaftlichen Anwesens für regelmäßige Gartentreffs und die Schaffung neuer, vielfältiger Lebensräume (Blühflächen, Streuobstwiese, Naschhecke, Benjeshecke, Gemüsegarten) und damit einhergehend das Bewahren und Erleben alter bäuerlicher Traditionen für die Jugend.
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Der Tipp vom Bezirksverband

Bei der Umgestaltung von Friedhöfen unbedingt die Träger, also Kirche und Gemeinde von Anfang einbeziehen und Vorgaben der Friedhofssatzung beachten.

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