Mitglieder werben

Von Susanne Loidl OGV Götting

 

Handzettel
Je nach Altersgruppe, die man ansprechen möchte, kann man beim ortsansässigen Kindergarten und/oder Schule nachfragen, ob man an die Kinder Handzettel mit einer Einladung zu einer Gruppenstunde/Aktion verteilen darf und dies auch zukünftig so handhaben kann.

Handzettel mit einer Einladung zu einer Gruppenstunde/Aktion beim Metzger, Bäcker, Banken u.ä. auflegen (vorher Einverständnis klären).

Erwachsene als Betreuer einladen
Man kann auch Aktionen anbieten, bei denen ein Kind von einem Erwachsenen begleitet werden soll, z.B. Bau eines Nistkastens mit jüngeren Kindern. Hier erhalten etwa am Wochenende auch Väter die Gelegenheit, mit den Kindern etwas gemeinsam zu unternehmen. Der Verein kann mit wenig Betreuer- und Werkzeugaufwand agieren, da die begleitenden Erwachsenen die Aufsicht haben und selbst Akkubohrer o.ä. mitnehmen sollen (entsprechender Hinweis auf dem Handzettel, auch Details wie Bohrergröße nicht vergessen). Benötigtes Material wie Nägel, Schrauben, Holz und Dachpappe sollte jedoch der Verein organisieren und möglichst in passender Größe vorbereiten.

Zu Beginn der Aktion sollte deutlich gemacht werden, dass es eine Bastelaktion für die Kinder ist und die Erwachsenen nur begleiten, nicht dass ein hochmotivierter Vater eine Vogelvilla im Alleingang anfertigt.
So können Erwachsene (Nicht-Mitglieder) über die Kinder (evtl. bereits Mitglied) mit dem Verein in Kontakt kommen oder jüngere Kinder, die sich ohne Eltern alleine noch nicht zu einer Gruppenstunde trauen, reinschnuppern.
Ähnliche Aktionen können sein:

  • familienfreundliche Wanderung, also nicht allzu lange Wegstrecke, interessantes Ziel (Bach, See, Moorlehrpfad …), Spiele für Groß und/mit/gegen Klein (Baum blind ertasten, Geschicklichkeitslauf, Seilziehen, Zielwerfen, …)
  • Fackelwanderung oder Lagerfeuer
    Bei beiden Aktionen wäre das sonst übliche Betreuer-Kinder-Verhältnis wohl nicht ausreichend. Also ist es auch hier eine sinnvolle Sache, die Eltern mit ins Boot zu nehmen und es als Familienfest auszuweisen. Die Zeit nach Weihnachten ist allgemein nicht so terminüberladen und da bietet sich so eine ruhige Aktion für die ganze Familie gut an.

Kooperation mit anderen Vereinen oder der Gemeinde
Möchte man mögliche neue Mitglieder auf sich aufmerksam machen, kann es hilfreich sein, sich als Gartenbauverein bei Aktivitäten von anderen Vereinen oder der Gemeinde anzuschließen. Bei Sommer-, Straßen- oder Familienfesten der Gemeinde sind oft mehrere Vereine zum Gestalten des Rahmenprogramms dabei. Aber auch beim Maibaumaufstellen, Weihnachtsmarkt o.ä. gibt es bestimmt Möglichkeiten, einen Stand/Pavillon aufzustellen und eine Bastelei anzubieten. Im Vorfeld ist eine Ankündigung in der Zeitung wichtig, um die Leute anzulocken und vor allem danach sollte man in der Presse berichten, damit die Aktion und der Verein besser im Gedächtnis bleiben.  

Infostand
Dabei kann man „nur“ informieren oder auch Mitmachaktionen anbieten. Um den Verein und seine Aktivitäten zu präsentieren, ist es recht anschaulich, wenn man Bilder von regelmäßigen oder auch besonderen Aktionen mit Beschreibungen hat und diese in einem Ordner zum Durchblättern (siehe Tagebuch weiter unten) oder an einer Stellwand aufgehängt hat. Natürlich sollten schon auch ein paar Leute aus dem Verein da sein, die auch etwas dazu erklären und Fragen beantworten können. Im Verein angefertigte Werkstücke können als Blickfang aufgestellt werden, z.B. Nistkästen, Willkommensschilder, Kräutersalz, Marmeladen.. . Auch können selbst gemachte Kostproben (gegen Bezahlung oder diplomatischer gegen eine freiwillige Spende ) direkt zum Verzehr angeboten werden; das können Obst-/Gemüse-Kuchen, Dips mit frischem Gemüse, Schnittlauch-/Kressebrote … sein.

Es macht sich immer gut, vor allem wenn Kinder bei den Vorbereitungen dabei waren, diese auch am Infostand mitwirken zu lassen. Die meisten Kinder blühen mit der Verantwortung auf und berichten sehr gerne und hoch motiviert, was in „ihrem“ Verein los ist.

Mitmachaktion
Mitmachaktionen sind mit einem deutlich höherem Aufwand verbunden, jedoch beschäftigen sich die Interessierten auch länger mit dem Verein und haben wesentlich lebendigere Eindrücke, der Verein bleibt also sicherlich länger im Gedächtnis und man bekommt zugleich eher ein Gefühl für das, was einen als Mitglied erwartet.

Mitmachaktionen sind natürlich für Kinder ideal. Es sollten einfache Werkstücke sein, die dafür ausgewählt werden, also zeitlich und auch finanziell überschaubar sein. Material und Betreuer sollten ausreichend vorhanden sein, damit möglichst viele mitmachen können; ohne Chaos, sondern mit einem schönen Erfolgserlebnis. Es kann ein Spendenschwein aufgestellt werden, aber es sollte bei einer solchen Aktion keinen Kostenzwang geben.