Ausbildung zum BEN-Coach
Aktionen „Umwelt“ und „Gesunde Kost“ an Kindergärten und Schulen

Peter Klinger, Kreisjugendbeauftragter in Altötting und sehr rührig im OGV Töging tätig, hat die Idee seiner Projektarbeit „Gesunde Kost“ von seiner 2012 absolvierten Jugendleiterausbildung umgesetzt und im Laufe der Zeit derart ausgearbeitet, dass er diese Idee nicht zuletzt auf Grund des großen Zuspruches nun als Ausbildung interessierten Jugendgruppenleiter/innen oder anderen in der Jugendarbeit engagierten Personen anbietet.

Peter Klinger, Referent zu den Themen Gesunde Kost und Umwelt
Peter Klinger, Referent zu den Themen Gesunde Kost und Umwelt

Peter Klinger möchte seine Erfahrungen weitergeben und andere dazu ermutigen, dass sie in Schulen und Kindergärten gehen, um bei Kindern und Jugendlichen ein Bewusstsein für gesunde Ernährung und Umweltthemen zu schaffen. Von Verboten hält er nicht viel, denn oft lockt ausgerechnet das Verbotene bzw. es entwickelt sich ein Heißhunger auf das, was lange untersagt wird. Um Kindern eine gesunde Lebensweise nahe zu bringen, setzt Peter Klinger auf den bewussten Umgang und das Wissen über Lebensmittel und Umweltthemen. Zielführend dazu sind die Hintergründe über Transportwege, Ressourcen, Region und Saison altersgerecht nahezubringen. Dazu gehört seiner Meinung nach nicht nur ein Blick auf die Zutatenliste sondern ebenso ein Geschmacksvergleich bei Produkten und auch die Überlegung, ob Erdbeeren ganzjährig verfügbar sein müssen und vieles mehr.

Bei der von Peter Klinger angestrebten Bewusstseinsveränderung geht es darum, den Kindern „gute“ Gewohnheiten zu vermitteln, wie z.B. Wasser zu trinken statt zuckerhaltige Limos. Eine praktische Umsetzung in den Alltag bedeutet beispielsweise für ihn, Schulen von dem Aufstellen eines Trinkwasserbrunnens zu überzeugen, damit sich die Kinder jederzeit mit dem Lebensmittel Wasser selbst versorgen können.
Wenn den Kindern ein Bewusstsein für gesunde Ernährung vermittelt wird und sie lernen, achtsam mit ihrem Körper umzugehen, dann erreicht man nicht nur die Kinder selbst, sondern auch deren soziales Umfeld. So werden ihre neuen Überzeugungen weitervermittelt und indirekt auch gleich die Eltern und Großeltern zu einer gesünderen Lebensführung angeregt.

Wer sich für die Teilnahme an einem Kurs interessiert, muss Mitglied in einem OGV sein und sollte sich darüber im klarem sein, dass diese „Aufklärungsarbeit“ nur Sinn macht, wenn man es später nicht bei einer Einzelaktion belässt, sondern regelmäßige Wiederholungen an den Schulen, KiGas oder im Verein stattfinden. Welche und wie viele Themen (Wasser, Zucker, Obst aus der Region, Kräuter usw.) und ob beispielsweise zwei oder 10 Aktionen pro Jahr durchgeführt werden, das bleibt jedem selber überlassen.

Peter Klinger hat dieses Ausbildungskonzept unter anderem deswegen entwickelt, weil er die Anfragen der Schulen, die ihn buchen möchten, gar nicht mehr persönlich bedienen kann.
Wer bei Peter Klinger die Ausbildung absolviert, erhält ein Zertifikat als BEN-Coach, und ist anschließend Referent für Bewusstseinsbildung für Ernährung und Natur. Kinder und Jugendliche, die bei entsprechenden Veranstaltungen von Ben-Coaches geschult werden, erhalten einen Button als BEN-Botschafter und tragen ihn stolz.

Seine bisherige Erfahrung ist durchwegs positiv, berichtete Peter Klinger. Kinder im Alter von 5 Jahren bis zur 4. Klasse lassen sich zu den Themen Natur, Ernährung und Umwelt begeistern, wenn die Inhalte entsprechend interessant dargestellt werden. Das Feedback der Lehrkräfte und Schulleitungen bestärkt ihn zum Weitermachen, denn er bekommt immer wieder Anfragen der gleichen aber auch von anderen Schulen aus anderen Landkreisen die von diesem Projekt erfuhren um dort ebenfalls Kurse für die Schulen (und KiGas) abzuhalten. Auch der Ortsverein profitiert von dieser Aufklärungsarbeit in Schulen und Kindergärten. Die Referate können über die Einrichtungen abgerechnet werden und der oder die Referentin erhalten dafür eine Aufwandsentschädigung vom OGV. Die Kinder lernen (meist) den Jugendleiter vom OGV kennen und wenn sie die Veranstaltung toll fanden, dann wollen auch einige den Verein kennen lernen und kommen zu den Gruppenstunden. Die Schul- und Kindergartenveranstaltungen sollen sich natürlich in der örtlichen Presse u. ä. Medien wiederfinden, was dem OGV eine positive und wirksame Präsenz in der Öffentlichkeit beschert und einen möglichen Weg in eine verjüngte und aktive Vereinszukunft bietet.

Folgende Ansichten stellte Peter Klinger aus seiner Präsentation zur Verfügung: