Weihnachtsbasteln mit Stationen

Was die Kinder selbst mitbringen mussten / Hinweis bei der Einladung

  • Bei der Einladung zum Basteln erhalten die Kinder eine Liste der Dinge, die sie selber mitbringen sollen. Meist werden Schere, Stifte und Klebestift benötigt, mitunter sind es aber auch Verbrauchsmaterialien wie Bänder, Servietten, Naturdeko etc. Die Kinder können das Material in der Lieblingsfarbe bzw. mit dem Motiv mitbringen, das ihnen gefällt und das Angebot zum Basteln ist dadurch insgesamt vielfältiger. Oft handelt es sich auch um Materialreste, die viele zu Hause haben, wie etwa Wollreste oder das letzte Stück auf der Geschenkpapierrolle.
  • Es wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass nichts extra gekauft werden soll.
  • Arbeitskleidung wegen Farben und Kleber.
  • Backblech mit Backpapier ausgelegt und mit Namen beschriftet (alternativ großer Karton oder Tablett)
    Das ist für jedes Kind seine Basisstation, auf dem seine Sachen liegen, die es gerade nicht benötigt, ob die mitgebrachten Materialien oder die fertigen Basteleien und es dient zugleich dem sicheren Transport nach Hause.

Materialien allgemein

  • Hier stehen die Dinge, die ich entweder selbst aus meinem Haushalt beisteure oder die ich sammle bzw. kaufe.
  • Werkzeug, das benötigt wird, z.B. Heißkleber, Fön, Verlängerungskabel, Hammer, Becher, Pinsel, Farben, Papier …
  • Grundausstattung, die ich immer dabei habe: Scheren, Stifte, Tesa, Klebeband, Lineal, Meterstab, Messer …
  • Im KV Rosenheim gibt es Werkzeugkisten zum Ausleihen, dadurch konnte ich bei dieser Weihnachtsaktion die Seifen-Ausrüstung (Reiben und Schüsseln) und die Prickelnadeln in ausreichender Stückzahl für die Kinder bereitstellen.
  • Von allen Verbrauchsmaterialien, die die Kinder mitbringen sollen, lege ich zusätzlich eine Reserve für alle bereit.
  • Erste Hilfe Ausrüstung, dieses Mal speziell eine gute Pinzette wegen den Holzarbeiten, aber es gab keinen Schiefer zu entfernen. Aber wehe, die Pinzette hätte fehlt ….
  • Anmeldeliste mit Tel.-Nr., Hinweise auf Allergie o.ä.
  • Fotoapparat, Handy
  • Mülltüten für Papier- und Restmüll

Materialien Helfer

  • Wenn für mich absehbar ist, dass ich beim Werkzeug oder Verbrauchsmaterial nicht genug selber habe, frage ich bei meinen Helfern an, ob die das eine oder andere beisteuern können, z.B. den vierten Hammer, ein zweites Nudelholz o.ä.
  • Wer freiwillig beim Basteln hilft, ist meist auch bereit, zusätzliche Sachen mitzubringen, das klappt super!
  • Ich achte jedoch darauf, dass ich die Helfer um nichts bitte, was für sie mit Kosten verbunden wäre.

Ort
Werkraum in der Grundschule mit Wasser- und Stromanschluss, nach Vereinbarung mit der Rektorin, sobald der Termin für die Gruppenstunde feststeht.

Vorbereitungen vor der Gruppenstunde

  • Muster herstellen
    Zu jeder Aktion stelle ich mind. ein Muster her, meist jedoch mehrere. Einerseits erkenne ich dann die Schwierigkeiten der Arbeitstechnik bzw. des Materials und kann alternative Verarbeitungsweisen ausprobieren. Auch stelle ich dabei fest, welches Material und Werkzeug ich dringend benötige.
    Zum anderen ist es für die Kinder oft gut zu sehen, dass es nicht nur eine Möglichkeit gibt, wie man etwas gestaltet. Mir ist aufgefallen, wenn es „nur“ ein Muster gibt, versuchen manche Kinder das genau nachzuarbeiten, dabei sollen sie doch viel lieber eigene Ideen umsetzen und ausprobieren.
  • Einkauf
    Fehlendes Material muss ich kaufen. Dabei lohnt es sich immer wieder, im Rahmen der Jugendarbeit nach einem Rabatt zu fragen, egal ob beim Handwerker oder im Laden.
  • Sofern es die Belegung des Werkraumes zulässt, bringe ich die Materialien und Werkzeuge bereits am Vortag in den Raum und baue die Stationen fertig auf.
    Dabei kann ich in Ruhe kontrollieren, ob etwas fehlt und kann das noch besorgen.
    Manche Kinder kommen notorisch zu früh und haben gleich tausend Fragen. Für mich ist es deutlich entspannter, wenn alles bereit steht und ich nichts mehr vorbereiten muss, sobald die Kinder und Helfer eintreffen.
  • Die Helfer bitte ich, ca. 20 Minuten früher zu kommen, damit ich sie zu den Stationen einteilen und ihnen die Arbeitsschritte erklären kann.
  • Ein Helfer sollte an s-einer Station bleiben und nicht mit den Kindern „mitwandern“. Mein Ziel ist es, dass jede Station ihren Ansprechpartner hat, dem ich einmal die Besonderheiten der Station erkläre und der sich dann bei dieser Station gut auskennt.
  • Es gibt eine Station Heißkleber, dort kommen die Kinder von all den anderen Stationen mit ihren vorbereiteten Sachen hin, um diese selber festzukleben bzw. von einem dazu eingeteilten Erwachsenen festkleben zu lassen.
  • Werkzeug liegt jeweils auf dem Tisch der Station bereit.
  • Verbrauchsmaterial nehmen die Kinder aus ihren selbst mitgebrachten Sachen (Basisstation) oder die von mir bereitgestellten Materialien. Diese liegen meist auf einem separaten Tisch, wie ein Büffet zur Selbstbedienung. Die Helfer sollen mit darauf achten, dass die Kinder z.B. nicht mitten aus dem Papier ausschneiden, sondern platzsparend am Rand anfangen.
  • Aufruf für Helfer
    Ich maile alle Eltern der Kinder an, die bei mir als Mitglieder oder als Interessierte gemeldet sind, ca. 4 Wochen vor dem Termin.
    Meist biete ich drei Termine an (verschiedene Wochentage und samstags auch mal vor- bzw. nachmittags) und frage ab, ob bzw. wann jemand Zeit hat zu helfen. Die Rückmeldungen kamen bisher immer sehr zügig innerhalb von fünf Tagen.
    Der Termin, zu dem sich die meisten Helfer melden, den nehme ich.
    Diesen Termin kläre ich nun mit der Rektorin und dem Hausmeister, ob wir den Werkraum benutzen dürfen und ich auch schon am Vortag zum Aufbauen rein kann.
    Bevor ich die Einladung an die Kinder rausschicke, frage ich bei den gemeldeten Helfern nach, ob es auch immer noch klappt mit dem Termin und wie viele Kinder sie selber mitbringen.
    Die Kinder der Helfer sind automatisch angemeldet, sie trage ich gleich in meine Anmeldeliste ein.
  • Einladung an die Kinder
    Nachdem der Rahmen mit Termin und Helfern steht, ich also auch abschätzen kann, wie viele Kinder ich guten Gewissens bei der Aktion annehmen kann und welche Bastelaktionen möglich sind, schicke ich die Einladung an alle Kinder raus.
    So weit ich bereits die Bastelaktionen ausgewählt habe, schreibe ich auch gleich die mitzubringenden Materialien auf, das weckt bei den Kindern bereits die Neugierde, was man aus den Sachen wohl machen könnte.
    Uhrzeit und Dauer der Aktion, mitzubringende Materialien, Arbeitsklamotten, kleines Getränk
    Wichtiger Hinweis: Die Kinder sollen beim Weihnachtsbasteln abgeholt werden, damit ihnen jemand beim Tragen hilft. Meist sind sie schwer und mit unhandlichen Werken beladen und es wäre sehr schade, wenn auf dem Heimweg etwas kaputt oder verloren geht.
    Nur angemeldete Kinder können teilnehmen.
    Kommen mehr Anmeldungen als Plätze frei sind, lege ich eine Warteliste an.

Gruppenstunde:

 

Begrüßung der Kinder und Helfer

 

An zentraler Stelle (Lehrerpult) zeige ich die Muster zu allen angebotenen Aktionen und gebe Hinweise dazu, wie z.B. bei den Kerzen (nur mit Erwachsenen anzünden, nicht unbeaufsichtigt brennen lassen, Kerzen frühzeitig wechseln wegen Brandgefahr).

Muster aller Kreativstationen
Muster aller Kreativstationen

Hinweis an die Kinder wegen Trocknungszeiten
Da sich in früheren Aktionen herausstellte, dass das Trocknen trotz Fön oft langwierig war, habe ich dieses Mal die trocknungsintensiven Aktionen mit Kleister und Farbe nur für die erste Stunde angesetzt, danach wurden Kleister und Farbe weggeräumt und die so freigewordenen Tische für andere Stationen (Weidenstern, Mobile) verwendet, die bis dahin noch nicht aufgebaut waren.
Zum Trocknen gibt es einen eigenen Bereich mit Zeitungspapier ausgelegt und zwei Fönen. Dieses Mal hat eine Helferin sogar einen kleinen Heizstrahler mitgebracht, um das Trocknen zu beschleunigen.
Wenn ein Helfer bemerkte, dass Werkstücke trocken waren, wurden die Kinder aufgerufen, diese Sachen erst fertig zu stellen, bevor sie eine andere, neue Bastelei anfangen.

 

Allgemeine Hinweise:
nicht rennen
Schraubstöcke an den Tischen in Ruhe lassen, werden an dem Tag nicht benötigt.
Kein Kind muss alles machen, lieber weniger und in Ruhe, als alles und es wird nicht so toll
Die meisten Materialien sind mit einer Stückzahl je Kind vorgesehen (z.B. 4 Kerzen, ein Mobile), bitte sich dran halten, sonst reicht es nicht für alle. Hat dieses Mal, da es so deutlich ausgesprochen wurde, sehr gut geklappt.

Basisstation
Eigene Sachen, die die Kinder gerade nicht brauchen, und fertige Basteleien werden auf deren Backblech/Karton gelegt. Was jedoch noch trocknen soll, zur Trocknungsstation legen und bitte merken, was wem gehört und ggf. Namen dazu schreiben.

Trocknungsstation
Trocknungsstation

Wenn an einem Tisch / einer Station gerade kein Platz ist, bitte was anderes aussuchen und später wieder versuchen.

 

Ich selber teile mich in der Planung für keine Station ein. Meist muss ich vor allem anfangs immer wieder Fragen an den Stationen beantworten, einen Arbeitsschritt zeigen, Material verteilen o.ä. Zudem kann ein Helfer kurzfristig ausfallen und dann würde ich an der Station einspringen.
Ich baue max. so viele Tische bzw. Stationen auf, wie sich Helfer angemeldet haben, Heißkleber nicht vergessen. Dieses Mal waren an einigen Tischen zwei Stationen kombiniert, z.B. Serviettentechnik für das Adventsgesteck und für die Weihnachtsdosen, damit nur an einem Tisch gekleistert wird.

 

Während der Gruppenstunde Fotos machen:
von allen Stationen
bei allen Arbeitsschritten
möglichst von allen Kindern, so weit ich den Überblick habe
abschließendes Gruppenbild, bei dem jedes Kind eines seiner Werke in Händen hält

 

Die Kinder an die Stationen mit Trocknungszeiten erinnern, sobald dort ein Platz frei ist. Je früher diese Stationen erledigt sind, um so stressfreier ist das Trocknen bzw. abschließende Dekorieren. Zudem sind nach dem Abräumen des Kleister-Tisches dann auch die anderen Basteleien, für die bisher noch kein Tisch frei war, möglich zu machen.

 

Mandalas, Ausmalbilder oder ein, zwei weitere kreative Ideen als Reserve schaden nie. Meine Reserven waren der Engel aus Notenblättern bzw. der Stern aus Trink-Strohhalmen, wurden dieses Mal aber nicht benötigt.

 

30 Minuten vor Ende der Gruppenstunde auf das Beenden der angefangenen Aktionen hinweisen.
15 Minuten vor Ende der Gruppenstunde das allgemeine Aufräumen einläuten. ALLE helfen mit!

 

Müll in entsprechenden Tüten getrennt sammeln, den nehme ich mit und entsorge ihn.

 

Der Raum muss wieder so verlassen werden, wie wir bzw. ich ihn vorgefunden hatte, also besenrein.

 

Am Nachmittag schrieb ich eine Mail an alle Kinder, die dabei waren, und wiederholte noch mal die wichtigsten Hinweise: Trocknungszeit und dann luftdichtes Aufbewahren der Seife sowie zum Umgang mit Feuer und frühzeitiges Kerzenwechseln beim Adventsgesteck.

 

Mit den Fotos von der Aktion gestalte ich einen Bericht für die Tageszeitung und für einen monatlich erscheinenden Bürgerboten in der Gemeinde. Die eine Redaktion bevorzugt Gruppenfotos, die andere Bilder mitten während der Aktion, also füge ich immer drei, vier Bilder dem Bericht bei und bisher ging erfreulicherweise jede Kinderaktion samt Bild in Druck.

 

Hätte ich nicht zuvor bei der Jugendleiterin eines anderen Vereins „schnuppern“ dürfen, hätte ich bei vielen Punkten anfangs nicht gewusst, wie ich das handhaben soll und vermutlich erst mal etwas Lehrgeld bezahlen müssen. So konnte ich von ihren Erfahrungen profitieren, habe vieles übernommen und probiere nun, was für mich und meine Kindergruppe am besten passt.