Schneemannwettbewerb

Obst- und Gartenbauverein Piding

Es werden viele Wettbewerbe (Blumenschmuck, Spalierbäume, Balkonblumen, …) für Erwachsene angeboten, warum nicht einmal einen Wettbewerb für Kinder und Jugendliche veranstalten? Diese Frage brachte den OGV Piding dazu, über eine Möglichkeit nachzudenken, die Kinder und Jugendlichen zum einen zu ermuntern, sich in der Natur zu bewegen, zugleich etwas Kreatives zu gestalten und zum anderen die relativ ruhige Zeit im Winter zu nutzen, wenn nicht alle Vereine einen Termin nach dem anderen anbieten. Bewusst wurde der Wettbewerb auch für Jugendliche bis 18 Jahre ausgeschrieben, die sich vielleicht bei Schneewesen etwas ganz anderes einfallen lassen, oder Jüngeren beim Schneemannbauen helfen.

Der Start für die Aktion wurde nach Weihnachten bei dem ersten angekündigten Schneefall gewählt und es war geplant, bis Mitte März Schneemänner zu bauen. Der große Zeitraum sollte es ermöglichen, dass viele Kinder und Jugendliche am Wettbewerb teilnehmen können, da man sich nicht an einem festen Nachmittag treffen musste, sondern jeder individuell seinen Schneemann an irgendeinem Tag erbauen konnte.

Dieser Wettbewerb richtete sich an alle Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre im ganzen Dorf Piding, um auch andere, also „nicht-Vereinskinder“, auf den OGV aufmerksam zu machen.

Die Teilnahme war relativ einfach, da es ausreichte, ein Bild mit den entsprechenden Daten an die Vereins-Email-Adresse zu senden. Auch die Eltern waren erfreut, denn Schneemänner kosten nichts (nur Zeit), sind umweltfreundlich und vergänglich. Ob ein Hauptpreis beim Wettbewerb erzielt wurde oder nicht, die Aufmerksamkeit und Bewunderung der Passanten war jedem Schneemann und seinem Erbauer sicher. Zufällig vorbeikommende Spaziergänger erfreuten sich an dem abwechslungsreichen Anblick, man kam ins Plaudern und so wurde das Dorfleben insgesamt bereichert.

Es gab alles in allem 27 Einsendungen bzw. 54 Kinder waren an dem Wettbewerb beteiligt. Aufgrund des Schneemangels in diesem Jahr war das für den Verein ein sehr erfreuliches Ergebnis.

Zur Umsetzung:

Der Wettbewerb wurde auf folgende Weise veröffentlicht:

  • Tageszeitung
  • Plakate in Schulen, Kindergärten, …
  • Vereinsmitglieder wurden per Email benachrichtigt
  • und natürlich Mundpropaganda

Bewusst wurde gefordert, dass der Erbauer/die Erbauer mit auf das Foto müssen, damit nicht „geschummelt“ werden konnte. Dazu war auch die Information über den Standort des Schneemanns wichtig.

Die zusätzlichen Daten (Name, Alter, Anschrift, Telefonnummer) waren erforderlich, um die Gewinner zu benachrichtigen. Außerdem wurden die Preise nach Altersgruppen vergeben, denn ein 5-jähriges Kind baut anders Schneemänner wie ein 14-jähriger Jugendlicher.

Das Ergebnis:

Gleich zu Beginn des gestarteten Wettbewerbs, also beim ersten Schneefall im Januar, wurde die Aktion fleißig angenommen und es erfolgten sogleich einige Teilnahme-Einsendungen. Nach 10 „Schneetagen“ gab es bereits 30 Einsendungen. Keiner konnte ahnen, dass es die einzige Schneedecke in diesem Jahr auch im Berchtesgadener Land sein würde. Die Kinder und Jugendlichen waren sehr kreativ: Ein Geschwisterpaar ging extra auf die Zwieselalm, um einen Schneemann zu bauen und uns deren Bild zu schicken. Andere holten sich extra von weither Schnee, um etwas zu bauen. Der Einsatz und Ideenreichtum war unglaublich.

Es konnte wieder einmal festgestellt werden, dass Schnee nicht gleich Schnee ist. Große Schneemänner lassen sich natürlich nur mit einem guten „Pappschnee“ bauen. Die Kinder und Jugendlichen schrieben in die Emails zusätzlich interessante Geschichten oder gaben ihren Schneemännern/Schneewesen witzige Namen.

Die meisten Kinder und Jugendlichen bauten Schneemänner, die sehr kreativ und teils lustig mit Naturmaterialien oder anderen Dingen wie Sonnenbrille, Ski, Sonnenschirm, Arbeiterhandschuhe etc. ausgestaltet waren. Auch ein einzigartiges „Schneemonster“ war dabei.

Das Jury-Team und die Entscheidung

Das Jury-Team setzte sich aus 4 Personen der Vorstandschaft zusammen. Zum Auswerten und Vergeben der Preise wurde von jedem Schneemann und –wesen ein Bild ausgedruckt. Die Preise wurden nach Altersgruppen vergeben.

Für die ersten 6 der vielen einfallsreichen Schneemänner gab es Hauptgewinne (Kresseigel, Anzuchthäuser), alle anderen erhielten einen Dankesbrief und Samenpäckchen (Kresse, Sonnenblumen, Radieschen, ...) oder Becherlupen. So hat jedes Kind etwas erhalten und besonders die Gewinnerkinder strahlten über das ganze Gesicht.

Die Gewinner wurden im Gemeindereport und der Tageszeitung bekannt gegeben.

Der OGV Piding  sieht diesen erstmalig durchgeführten Wettbewerb als eine erfolgreiche Aktion für das Vereinsleben. Obwohl der Schneemannbau durch den wenigen Schnee erschwert war, zeigten die Kinder viel Einfallsreichtum und waren durch alle Altersgruppen mit Feuereifer beim Gestalten ihrer eisigen Kunstwerke dabei. Der Wettbewerb wurde über die Presse und natürlich vor Ort von den Passanten äußerst positiv wahrgenommen. Der OGV konnte eine Jahreszeit mit einer tollen Natur-Aktion beleben, die ansonsten kaum gärtnerisch wahrgenommen oder mit traditionellen Vereinsaktionen in Verbindung gebracht wird.

Es herrscht große Einigkeit bei den Veranstaltern und Teilnehmern, dass dieser Wettbewerb „unbedingt“ wiederholt werden muss. Dann hoffentlich mit mehr Schnee!