Fackelwanderung in den Faschingsferien (mit Kartoffelsuppe am Lagerfeuer)

von Bettina Sedlmair OGV Vagen

 

Unsere mittlerweile traditionelle Fackelwanderung findet in den Faschingsferien statt. In den Weihnachtsferien sind so viele Familien im Skiurlaub.

 

Kinder:

Ich nehme nur Kinder in Begleitung eines Erwachsenen mit, um der Aufsichtspflicht zu entgehen. Wenn ein Elternteil dabei ist, bin ich nicht verantwortlich. Und auch den Erwachsenen gefällt die Aktion sehr gut. Dann ist es auch egal, wie viele Familien kommen, weil ja jeder für sich zuständig ist. Aber trotzdem nur nach Anmeldung, damit man die Menge der Suppe und Fackeln in etwa abschätzen kann.

 

Mitbringen:

Eine Stirnlampe für alle Fälle, warme Kleidung, die auch kaputt gehen darf (Fackeln, Funkenflug am Lagerfeuer), eine Tasse mit Löffel, ein Sitzpolster und ein warmes Getränk

 

Materialien:

Fackeln bringe ich mit. Wer selbst welche hat, darf sie natürlich auch verwenden. Ich kaufe beim Lagerhaus immer die teureren Wachstuchfackeln, weil sie nicht tropfen.

Feuerzeug oder Kerze zum Anzünden der Fackeln.

Wichtig! Man braucht eine zweite Person, die am Zielort ein Lagerfeuer macht mit Dreibeingrill und Suppentopf dran.

Einige Tassen mit Löffel, denn irgendjemand vergisst sie sicher.

Wichtig! Handy mitnehmen, falls man einen Notruf absetzen muss.

 

Ort:

Man sucht sich eine schöne Strecke aus, die möglichst wenig durch beleuchtetes Gebiet geht. Wir gehen meist am Goldbach entlang und dann über die Wiesen, bis zum Waldrand. Dort ist dann das Lagerfeuer. Das Wandern darf, wenn man langsam geht, schon mal 40 – 50 Minuten dauern.

 

Anzahl der Betreuer:

Hierzu braucht es eigentlich nur zwei: einen, der mitgeht und einen zweiten, der das Lagerfeuer macht und anschließend wieder aufräumt.

 

Jahreszeit:

Am schönsten im Winter. Da wird es dann auch früher dunkel. Wir gehen meist von 17 – 20 Uhr. Im Sommer könnte man erst um 21 Uhr losgehen.

 

Durchführung:

Wir treffen uns um 17 Uhr an einem geeigneten Platz (es sollte genügend Parkplatz für die Autos da sein, da die Erwachsenen auch mitgehen und nicht gleich wieder weg fahren), jedes Kind bekommt von mir eine Fackel. Wer will, bekommt sie beim Losgehen gleich angezündet (Geschwister kommen schnell dahinter, dass sie mehr davon haben, wenn sie eine Fackel erst später anzünden). Einen Teil der Fackeln gebe ich der zweiten Person gleich mit zum Lagerfeuerplatz.

Am Lagerfeuer angekommen, gibt es die am Nachmittag mit den Kochkindern gekochte Kartoffelsuppe. Früher habe ich sie selbst gekocht. Aber für die Kinder ist es viel schöner, wenn es die “eigene” Suppe gibt. Und egal, welche Zutaten drin sind, sie essen ALLES.

Tee und andere Getränke haben die Eltern selbst dabei.

Nach dem Essen gibt es bei mir kleine Geschenke für die Kinder, die im vergangenen Jahr am häufigsten bei meinen Aktionen dabei waren. Aber nur für die 4 – 6 Spitzenreiter. Das kann ein kleines Naturkundebuch sein oder auch ein Kalender mit eigenen Fotos vom letzten Jahr. Immer ein großes Highlight!

Wenn man merkt, dass die Kinder unruhig werden, machen wir uns wieder auf den Heimweg. Für einige Kinder gibt es dann nochmal Fackeln, selten für alle. Aber alle wollen meist auch gar keine mehr.

 

Vorbereitung:

Einladungen ausschreiben, Anmeldungen entgegennehmen, Kartoffelsuppe kochen (egal, ob mit oder ohne Kinder), Fackeln kaufen, Lagerfeuer und Grill organisieren

 

Kosten:

Da es bei mir ein Geschenk an die Kinder für das vergangene Jahr sein soll, ist die Teilnahme ausnahmsweise kostenlos. Es ist auch sehr mühsam, für jede Fackel einen bestimmten Betrag einzusammeln. Allerdings sage ich immer, Spenden sind willkommen und nenne den Preis, den eine Fackel kostet. Selten zahle ich drauf.

 

Eine passende Geschichte habe ich mir noch nicht überlegt. Aber es passt sicher ein Wintermärchen dazu. Ich schau mal, was ich so finde. Bei uns fehlte sie bisher nicht, da die Kinder mit dem Feuer und hoffentlich dem Schnee beschäftigt sind.