In der Kindergruppe ein eigenes Budget aufbauen

Von Susanne Loidl OGV Götting

 

Kindergruppen können grundsätzlich ihre eigene Kasse haben, man muss nur gut klären, wer das Geld verwaltet und dass der Geldfluss ausreichend dokumentiert wird.

„Amtshilfe“ im eigenen Verein
Manche Vereine „geben“ ihrer Kindergruppe jedes Jahr einen bestimmten Betrag.

Öffentlicher Zuschuss
Es lohnt sich oft, bei der Gemeinde wegen einem Zuschuss nachzufragen, ob einfach als jährlicher Grundstock für eine bestehende Kindergruppe oder gezielt zur finanziellen Unterstützung bei einer größeren Aktion. Dabei macht es sich ganz gut, wenn gleichzeitig um den Besuch eines Rathausvertreters bei der Aktion gebeten wird oder man einen Besuch mit dem fertigen Werkstück (so weit möglich, oder Fotos davon bereits vorhanden sind) ankündigt.  Zumindest sollte eine Dankeskarte erstellt werden.

Eins für mich, eins für den Verein
In manchen Vereinen gibt es sehr gute Erfahrungen damit, bei Bastelaktionen von jedem Kind zwei Werkstücke anfertigen zu lassen. Das Kind kann dann auswählen, welches Stück es mit nach Hause nehmen möchte, das zweite bleibt beim Verein und wird beim nächsten Basar oder Infostand verkauft bzw. gegen eine Spende abgegeben. Schreibt man den Namen des Künstlers dazu, kommen oft Omas & Opas um sich das Werk ihres Enkels zu sichern.

Brotzeit ist die schönste Zeit
Gemeinsames Essen verbindet, bietet eine gemütliche Zeit zum Ratschen und hinterlässt ein zufriedenes Gefühl. Einige Vereine bieten grundsätzlich zum Abschluss (oder während der Wartezeiten des Trocknens/Aushärtens) eine kleine Brotzeit an, möglichst mit Kostproben aus der Natur oder sogar dem vereinseigenem Garten. Dafür wird dann auch grundsätzlich ein Beitrag für jede besuchte Gruppenstunde erhoben, z.B. mind. 2€
Gibt es nur eher sporadisch eine Brotzeit, dann kann man auch beispielsweise statt einer Bezahlung ein Sparschwein für Spenden aufstellen. Aber auch eine festgelegte Gebühr für eine Aktion kann man mit Hilfe eines Sparschweins/Pappkarton o.ä.  einsammeln, auch hier haben Vereine die positive Erfahrung gemacht, dass am Ende mehr zusammenkommt, als Gebühren fällig gewesen wären.

Was nichts kostet, wird auch nicht geschätzt
Aus diesem Ansatz heraus gibt es einige Vereine, bei denen grundsätzlich jede Gruppenstunde mit einem, wenn auch kleinen, Unkostenbeitrag angesetzt wird. Einige Aktionen können, vor allem durch Sachspenden, angeboten werden, ohne dass dem Verein Kosten entstehen oder zumindest ein Guthaben übrig bleibt. Dieser Überschuss dient dann beispielsweise dazu, dass man andere Aktionen, die relativ teuer sind, günstiger anbieten kann. Oder man kann für die Anschaffung von Materialien (Becherlupen, Papierschöpfen, Sämereien/Pflanzen/Bastelmaterial kaufen …) Rücklagen bilden.
Kostenaufwendige Aktionen können also querfinanziert oder Anschaffungen für die Kinder getätigt werden. Das kann man auch guten Gewissens den Eltern so erklären.