BV- Grundlagenseminar für neue OGV – Vorsitzende

Begrüßung und Hinführung an den Tag

Wolfram Vaitl begrüßte in seiner Funktion als Vorsitzender des Bezirksverbandes sowie als Präsident des Landesverbandes die über 60 Anwesenden. Die große Teilnehmerzahl lässt darauf schließen, dass viele neue Vorsitzenden mit Motivation und Engagement ihren neuen Aufgaben entgegensehen und daran interessiert sind, ihre Aufgaben gut zu meistern. Wolfram konnte aus eigenen Erfahrungen berichten, dass das Ehrenamt oft mit viel Arbeit und Zeitaufwand verbunden ist, aber auch sehr erfüllend und befriedigend sein kann. Seiner Meinung nach würde vieles in unserer Gesellschaft nicht mehr funktionieren, gäbe es nicht die ehrenamtlichen Helfer und Einsatzkräfte. Nicht zuletzt sind gärtnerische Großereignisse, wie die Landesgartenschauen, ohne die Unterstützung der Ehrenamtlichen aus den Ortsvereinen und freiwilligen Einzelpersonen nicht vorstellbar.

Aufgaben und Angebote des Landesverbandes – ein Überblick

Wolfram hatte recherchiert, dass ursprünglich der Bezirksverband, wie auch viele Ortsvereine, als Hilfe zur Selbsthilfe gegründet wurde. Hungersnöte vor allem nach Kriegszeiten verschafftem dem Gemüse und Obst aus dem eigenen Anbau einen enormen Stellenwert. So wurden zur Behebung der Ernährungsnot geradezu gewerbliche Vereine gegründet, die zur Sicherung der Versorgung mit Lebensmitteln aus dem eigenen Garten beitragen sollten. Erst viele Jahre später rückten Themen wie Blumenschmuck und Ortsverschönerung in den Fokus der Obst- und Gartenbauvereine.

Seit einigen Jahren gibt es verschiedene Wettbewerbe, denen Wolfram anfangs teils eher kritisch gegenüberstand, denn das Prämieren eines „Besten“ beim Gärtnern sagte ihm nicht zu. Jedoch unter dem Aspekt, dass Wettbewerbe dazu führen, eine facettenreiche Gartengestaltung durch den Tag der offenen Gartentür oder wie bei dem kürzlich prämierten Wettbewerb Friedhöfe in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt werden, unterstützt Wolfram diese nun sehr gerne. Dadurch gelingt es, Menschen mit gärtnerischen Themen nicht nur in Berührung zu bringen, sondern sie dafür zu begeistern und in der Gesellschaft neue Impulse zu setzen. So können diese Veranstaltungen dazu führen, dass der Ortsverein positiv wahrgenommen und letztlich neue Mitglieder gewonnen werden können. Übringes können auch nicht-Mitglieder ihre Gartentür beim Tag der offenen Gartentür öffnen, auch hierdurch kam es bereits zu neuen Mitgliedschafen.

Die vor etwa zwei Jahren kreierte Marke „Bayern blüht“ entstand aus einem Verbund vieler Partner, u.a. dem Landesverband und dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Die Marke darf grundsätzlich von Gartenbauvereinen für deren Veranstaltungen und Werbung genutzt werden und soll insgesamt mit Leben gefüllt werden.

Wolfram lag es sehr am Herzen darauf hinzuweisen, wie wichtig die Weitergabe von Informationen ist. In den Vereinen sind viele Informationen vorhanden, da seitens des Bezirks- wie auch des Landesverbandes Ordner und Broschüren mit vielfältigen Themen an jeden Verein geschickt und teils auch regelmäßig ergänzt werden. Dieses gesammelte Wissen nützt jedoch nichts, wenn es nicht auch geteilt und genutzt wird. Wolfram hatte initiiert, dass der letzte Versand des Informationsdienstes seitens des Landesverbandes nicht nur wie üblich an die ersten Vorsitzenden, sondern dieses Mal auch an die zweiten Vorsitzenden und Schriftführer erfolgte, um den Informationsfluss innerhalb der Ortsvereine voranzutreiben.

Der Landesverband hat dem Servicegedanken Rechnung getragen, indem die Internetseite neu gestaltet wurde und nun aktuell, übersichtlicher und deutlich ansprechender ist. Ein bewährter und gerne genutzter Service ist beispielsweise das Bildserienverzeichnis im Internen Bereich, welches in der Tat immer noch einige Diaserien, aber natürlich zunehmend digitale Medien enthält. Vor dem Medienverleih wird die Mitgliedschaft geprüft, um Missbrauch vorzubeugen, danach erhält der Anfragende eine Mail zum weiteren Vorgehen. Wolfram wies darauf hin, nach dem Download das Speichern nicht zu vergessen, denn der Download ist nach der Anfrage einmalig freigeschaltet und es erfolgt kein automatisches Speichern.
Es gibt durch die Neuerung der Internetseite viele Vorteile und nur einen Nachteil, denn Benutzer, die sich bereits früher für die Nutzung des Online-Shops registriert hatten, müssen nach der Überarbeitung der Internetseite erneut einmalig eine Registrierung durchführen. Der Obst- und Gartenbauverlag kann jedoch nicht nur im Internet besucht werden, sondern ist in zentraler Lage in unmittelbarer Nähe zum Münchner Hauptbahnhof auch einen „realen“ Besuch wert. Die vorhandene Leseecke wird laut Wolfram gerne und viel genutzt, um in dem großen Angebot von teils stark vergünstigten Fach-Büchern zu schmökern.

Der Gartenratgeber“ erscheint monatlich und ist preislich gestaffelt, je nachdem ob alle bzw. wie viele Mitglieder des Vereins ihn abboniert haben. Wolfram legte den Anwesenden nahe zu überlegen, ob die Bestellung für alle Mitglieder des Vereins im Zuge einer Anpassung von Mitgliedsbeiträgen nicht Sinn machen würde. Dadurch reduziert sich der Preis je Abbonierung und somit kann der Verein die Beitragserhöhung zum 01.01.2016, die er je Mitglied an den Landesverband abzuführen hat, ausgleichen. „Der Gartenratgeber“ ist im Grunde eine äußerst günstige und zugleich informative Fachlektüre, die kaum ein Verein bei dem Kosten-Qualitätsverhältnis bieten kann.

Als Tipp zur weiteren Informationsbeschaffung nannte Wolfram eine Internetseite der Bayerischen Staatsregierung zur Bestellung bzw. Download von staatlichen Broschüren, welche übrigens allen Bürgern offen steht, nicht nur Gartenbauvereinsmitgliedern.
Wolfram gab abschließend bekannt, dass er den Vorsitz beim Bezirksverband aus zeitlichen Gründen abgeben wird.

Professionelle Vereinsführung – Ansprüche an die Gegenwart
Aufgaben der OGV-Vorstandschaft

Manfred Burghardt war bis vor 6 Jahren beim Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landespflege e. V. tätig. Seither ist er geschäftsführender Vorstand beim Montessori Landesverband Bayern e.V. Er bietet für den Bezirksverband regelmäßig Abendveranstaltungen zu den Aufgaben des Kassiers, Schriftführers und der Vorbereitung bzw. Durchführung einer Mitgliederversammlung statt.

Ein wenig musste er die Erwartungshaltung der Anwesenden dämpfen, denn das allein gültige Rezept für alle Vereine gibt es nicht, da jeder Verein die auf seine Struktur und Gegebenheiten Vorgehensweise benötigt, welche auf der Basis seiner Satzung grundgelegt sein muss. Jedoch gibt es rechtliche Kriterien, die von allen Vereinen eingehalten werden müssen und Manfred riet den anwesenden Vorständen dringend dazu, sich nicht nur bei gärtnerischen sondern auch bei rechtlichen und formellen Dingen kundig zu machen, denn als Vorsitzender trägt man die Verantwortung für den Verein und Unwissenheit schützt nicht vor Konsequenzen.

Als Ideen und Denkansätze zur Mitgliederwerbung nannte Manfred folgende Punkte:

  • Fachvorträge sollten inhaltlich breit gefächert werden, um Menschen mit unterschiedlichen Interessen anzusprechen.
  • Bei der Themenauswahl nicht immer nur die Wünsche der Mitglieder, die immer da sind, in den Vordergrund stellen, sondern auch einmal bisher ungewohnte Themen aufgreifen, wie etwa die Balkongestaltung nicht nur unter dem Aspekt der Außenwirkung zu betrachten, sondern auch einmal die Innenwirkung und –nutzung (Kräuter, Salat, Kleingemüse) aufzeigen.
  • Die Themenauswahl sollte die Bandbreite der Möglichkeiten im Ortsverein widerspiegeln und Leute interessieren, die noch nie da waren.
  • Manfred regte an, sich einen Überblick in der Kommune zu verschaffen, welche Rahmenbedingungen sind vorhanden und welche Bedürfnisse (z.B. gärtnerische Möglichkeiten in Abhängigkeit der durchschnittlichen Gartengröße) bei den Mitmenschen bestehen.
  • Bei den Zeitschriften zu ländlichen bzw. gärtnerischen Themen ist in den letzten Jahren ein wahrer Boom zu beobachten, was bedeutet, dass diese Themen starkes Interesse erregen. Dies kann sich ein Verein zu nutze machen, indem er aktuelle Inhalte der Zeitschriften als Mitmachaktionen oder Fachvorträge aufgreift.

Aus Manfreds Sicht begehen einige Vereine den Fehler, Geld zu horten, statt in ein belebtes Vereinsleben zu investieren. Ein Verein, der außer einer Jahresversammlung nichts zu bieten hat, stellt sich nicht attraktiv dar. Ein Jahresprogramm sollte laut Manfred spätestens bis zum Dezember des Vorjahres festgelegt sein und die Aktivitäten bis einschließlich dem Jahresende mit fixen Terminen beinhalten. Denn für einzelne Termine kann nur sinnvoll und das heißt unter anderem frühzeitig geworben werden, wenn auch die Fakten zur Veranstaltung frühzeitig bekannt sind. Jedoch sollten leere Versprechungen tunlichst vermieden werden, also keine Veranstaltungen angepriesen werden, die dann nicht stattfinden.

Auf einen Punkt wies Manfred insbesondere hin, der oft unterschätzt wird, die Handhabung der GEMA-Gebühren. Jegliche Veranstaltung eines Vereins ist eine öffentliche Veranstaltung, auch Kinderaktionen. Es ist ein weitläufiger Irrtum, dass eine öffentliche Veranstaltung, auf der ausschließlich GEMA-freie Lieder vorgetragen werden, nicht angemeldet werden müsse. Demzufolge muss auch das Kartoffelerntefest am Lagerfeuer, bei dem Kinder und Omas alte, GEMA-freie Kinderlieder singen, konsequenterweise vorab bei der GEMA angemeldet werden, auch wenn keine Gebühren anfallen.

Für Vereine ist eine aktuelle Internetseite eine sinnvolle Möglichkeit, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren und für eigene Veranstaltungen zu werben. Die Erstellung der Internetseite sollte in guten Händen erfolgen und lieber sollte man hier ein wenig mehr Geld investieren, jedoch darauf achten, dass die Internetseite so gestaltet ist, dass sie langfristig durch den Verein selbst gepflegt werden kann. Auf blinkende Bilder und andere Animationen kann man getrost verzichten, jedoch ist es ein absolutes Muss, die Inhalte der Internetseite aktuell zu halten.

Um den Verein attraktiver und abwechslungsreich zu gestalten sollten auch neue Ideen zugelassen werden. Natürlich ist zu prüfen, ob sie realisierbar sind und zum Verein passen.

Werden im Verein Ämter und Aufgaben neu besetzt, sollte nicht darauf bestanden werden, dass der Nachfolger in vollem Umfang alles genau so macht, wie der Vorgänger. Unter Einhaltung der satzungsgemäßen Rahmenbedingungen können Aufgaben durchaus auf mehrere Personen aufgeteilt werden und viele Aufgaben unterschiedliche gehandhabt werden. Insgesamt ist es ratsam, sich frühzeitig um die Nachfolge zu kümmern, unabhängig vom Amt bzw. der Aufgabe.

Aus Manfreds Sicht ist die Datenpflege ein sehr wichtiger Punkt. Protokolle, Kassenbuch und Mitgliederliste sollten jeweils von einer Person gepflegt werden und keine parallel geführten Ausführungen vorhanden sein. Immer wieder hätte er erlebt, dass in einem Verein nicht ersichtlich war, welche Satzung aktuell ist und dies kann unter Umständen rechtliche Konsequenzen haben.

Ein besonderes Augenmerk verdient die Mitgliederversammlung. Hierzu ist in der Satzung geregelt, in welcher Form dazu eingeladen werden muss, ob schriftlich (Brief), in Textform (Brief und/oder Mail möglich) oder über Tagespresse (namentliche Nennung der Zeitung in der Satzung). Die gesamte Tagesordnung ist der Einladung beizufügen. Da dies in der Zeitung nur über eine gewerbliche Anzeige gewährleistet wäre und die Kosten hierfür relativ hoch sind, ist i.d.R. die Variante per Mail oder Brief kostengünstiger.

Soll beispielsweise die Satzung geändert werden, so sollten zu den relevanten Textabschnitten die bisherige Fassung und die neue Fassung gegenübergestellt bei der Einladung zur Mitgliederversammlung mitgeschickt werden. Gibt es viele Änderungen (mehr als ein Drittel), so ist es sinnvoll, die alte und neue Fassung jeweils komplett beizulegen.

Steht auf der Tagesordnung „Sonstige Wünsche, Anträge“, so ist es möglich, dass ein stimmberechtigtes Mitglied einen Wunsch vorträgt, dieser abgestimmt und ggf. per Beschluss gültig wird, unabhängig davon, ob und wie dieser Beschluss von der Vorstandschaft realisiert werden kann. Günstiger ist es, keinen diesbezüglichen Punkt auf der Tagesordnung aufzuführen, sondern zum Ende der Versammlung nach Wünschen und Anregungen zu fragen, Meldungen entgegenzunehmen und diese in einer späteren Vorstandschaftssitzung zu besprechen. In dieser Form hat es keine rechtlichen Konsequenzen.

Ob auf Versammlungen oder in Sitzungen besteht kein Anlass, Wortprotokolle zu führen. Ein Ergebnisprotokoll ist ausreichend.

Mitgliederversammlungen sind im Grunde keine öffentlichen Veranstaltungen, sondern ausschließlich für Mitglieder. Bei Wahlen und Abstimmungen auf einer Mitgliederversammlung sind lediglich die namentlichen Mitglieder stimmberechtigt. Ehepartner, die selber nicht Mitglieder sind, sind auch nicht stimmberechtigt.

Die Art der Abstimmung, wenn nicht ausdrücklich durch die Satzung geregelt, kann während der Versammlung geregelt werden.

Der Jahresbericht umfasst die Aktionen und Aktivitäten des vergangen Jahres, jedoch als Überblick und nicht im Detail. Es ist ausreichend, wenn der Vorsitzende zu Beginn der Versammlung nur auf Besonderheiten eingeht.

Ein Verein, der gemeinnützig ist, ist weitgehend steuerfrei. Eine Ausnahme dazu stellt der sogenannte steuerpflichtige Geschäftsbetrieb dar, z.B. Verkauf von Kaffee, Kuchen, Pflanzen, Selbstgemachtem etc. Manfred empfiehlt hierzu die Broschüre „Steuertipps für Vereine“.

Abschließend nannte Manfred die Organisation Haus des Stiftens gGmbH, welche Soft- und Hardware zu günstigen Konditionen an gemeinnützige Organisationen abgibt.

Ehrungen – Organisation, Antragstellung, Möglichkeiten

Josef Jäckl, Kassier des Bezirksverbandes, zeigte die Möglichkeiten auf, in welcher Form Mitglieder geehrt werden können. Jedoch können nur Personen geehrt werden, die beim Landesverband als Mitglieder geführt werden. Er empfahl dringend darauf zu achten, dass alle Mitglieder gegenüber dem Landesverband gemeldet und die Gebühren entsprechend abgeführt werden, denn bei den Ehrungen ist es „nur“ peinlich, wenn die Mitgliedschaft nicht nachvollziehbar ist, und es müssen die Gebühren nachgezahlt werden, damit die Ehrung zustande kommen kann. Aber zugleich ist im Ernstfall auch der Versicherungsschutz nicht gewährleistet und der Vereinsvorstand ist in der Haftung.

Eine Ehrung sollte mit einem festlichen Rahmen einhergehen und keine Massenabfertigung darstellen. Sind tatsächlich eine größere Anzahl an Personen in einem Jahr zu ehren, so sollte dies auf mehrere Veranstaltungen aufgeteilt werden. Die regionale Presse kann die Bedeutung der Ehrung mit einer Berichterstattung unterstützen, dies trägt auch insgesamt zu einer positiven Wahrnehmung des Vereins bei.

Ehrungen müssen nicht durchgeführt werden, werden sie jedoch eingeführt, ist darauf zu achten, dass keiner vergessen wird.

Unser Dorf hat Zukunft, unser Dorf soll schöner werden

Dieser Wettbewerb findet laut Josef alle drei bis vier Jahre statt, aktuell von 2016 bis 2019. Die Anmeldung erfolgt durch die Gemeinde. Bei Interesse an einer Teilnahme sollte vorab der Kontakt zum zuständigen Kreisfachberater hergestellt und bei einer gemeinsamen Ortsbegehung besprochen werden, wie die Perspektive für eine Teilnahme ist. Der Wettbewerb ist nach Anzahl der Einwohner gestaffelt, wobei auch Orts- bzw. Stadtteile teilnehmen können.

Tag der offenen Gartentür

Traditioneller Termin ist der letzte Sonntag im Juni, wobei Josef ausführte, dass die Kreisverbände auch terminlich abweichen können, wenn sie beispielsweise eine bestimmte Blühzeit hervorheben möchten.

Die Ortsvereine sollen in Frage kommende Gärten bei ihrem Kreisfachberater melden, wobei eine vielfältige Auswahl an Gartentypen für die Besucher besonders interessant ist.

Beim Bezug der Broschüren, in denen die teilnehmenden Kreisverbände bzw. Gärten aufgelistet sind, gibt es ab 2016 eine Änderung. Die Broschüren werden zu 0,50€ je Exemplar durch die Kreisverbände bestellt, die restlichen Kosten trägt der Bezirksverband. Der kostenlose Download bleibt weiterhin bestehen.

Einige Kreisverbände bieten unabhängig von der Broschüre Flyer an, in denen die Gärten ihrer Region aufgeführt sind.

Ausbildung zum Gartenpfleger und Seniorenangebote

Heinz Huber ist seit ca. vier Jahren im Bezirksverband als Seniorenbeauftragter aktiv und auch zuständig für die Aus- und Weiterbildung der Gartenpfleger.

Beispielhaft erwähnte Heinz einen Ausflug zur Firma Schwab, der für Gartenpfleger äußerst interessant und informativ war. Gartenpfleger müssen während ihrer Ausbildung bzw. damit sie zur Prüfung zugelassen werden, verschiedene Kurse absolvieren, sowohl in Theorieeinheiten als auch bei praktischen Umsetzungen.

Damit die Anwesenden eine deutlichere Vorstellung zum Thema Seniorengarten bekommen können, zählte Heinz einige Aspekte auf, die hier einen besonderen Stellenwert haben:

  • Unfallgefahr, rutschsichere Bodenbeläge
  • Freie Übergänge
  • Treppen, Handlauf
  • Beleuchtung
  • Ergonomische Arbeitsgeräte
  • Pflegeleichte Pflanzungen für rückenschonende Bearbeitung und Ernte
  • Lebensraum mit Sitzgelegenheiten

Vom 24.04. bis 20.08.2017 findet die sog. „kleine“ Landesgartenschau in Pfaffenhofen statt. Der Kreisverband wird an seinem Stand sogar einen Holzbackofen haben und somit dürfen die herzlich eingeladenen Besucher nicht nur auf eine umgestaltete Insel sowie einen Kulturgarten gespannt sein, sondern sich auch auf kulinarische Überraschungen freuen.

„Heimat aktiv gestalten“ – Kooperation mit den Nachbarn

Harald Lorenz, Koordinator von Projekten und Seminaren mit Tirol, berichtete über die bisher erfolgreich veranstalteten Seminare mit den benachbarten Dachorganisationen aus Österreich. Ziel war und ist es, Menschen zu schulen und diese versorgt mit vielen Informationen und motiviert als Multiplikatoren in die Vereine bzw. zu den Mitgliedern zu schicken.

Ausbildung zum „Projektgärtner“ – Kooperation mit den Nachbarn

Die Ausbildung zum Projektgärtner startet 2016 zum ersten Mal und erfreut sich laut Harald bereits im Vorfeld einer sehr großen Nachfrage. Es geht darum, sich in der Ausbildung das Wissen und u.a. durch ein durchzuführendes Projekt die Fertigkeiten anzueignen, um später andere bei Projekten anzuleiten und zu unterstützen. Die Veranstaltungsorte wechseln, was bedeutet, dass jedes der sieben Module innerhalb der dreijährigen Ausbildungszeit an einem anderen Ort innerhalb Oberbayerns und der österreichischen Gastgeber stattfindet. Dadurch werden die Ressourcen vor Ort themenbezogen optimal genutzt und die Teilnehmer bekommen einen Einblick, wie in anderen Regionen und bei unterschiedlichen Gegebenheiten sowie Themenschwerpunkten Projekte realisiert werden.

Gedacht ist diese Ausbildung für Mitglieder der Ortsvereine, um im Ehrenamt Projekte zu planen, zu realisieren und ggf. eine langfristige Pflege herbeizuführen.

BV – Website und BV – Newsletter

Thomas Janscheck, 2. Vorsitzender und Jugendbeauftragter des Bezirksverbandes, betonte für die an diesem Tag anwesenden, relativ „frisch“ gewählten Vorsitzenden, dass Erfolg Zeit braucht und man sich vor allem nicht selber unter Druck setzen dürfe.

Um über die zahlreichen und unterschiedlichen Angebote des Bezirkverbandes auf dem laufenden zu sein, empfahl Thomas den regelmäßigen Besuch der Internetseite oder besser noch, die Abbonierung des Newsletters. Er zeigte die verschiedenen Rubriken der Internetseite auf, um den Anwesenden einen Überblick über die Inhalte zu vermitteln.

Anmeldungen zu den Veranstaltungen des Bezirksverbandes haben grundsätzlich über die Kreisverbände zu erfolgen.

Angebote für die OGV – Jugendarbeit

Thomas stellte den neuen „Mach mit!“ BV-Pass vor und zeigte anhand seiner Inhalte auf, welche Angebote der Bezirksverband speziell in der Jugendarbeit teils selber, teils in Kooperation mit Partnern anbietet. Alle diese Angebote sind unter der Rubrik Jugendarbeit ausführlich dargestellt. Die Teilnahme der Seminare sind unabhängig voneinander, lediglich die Ausbildung zum Jugendleiter beinhaltet bestimmte Module, die zusammen absolviert werden müssen, jedoch können diese auch über einen längeren Zeitraum verteilt werden.

Wie bereits die Vorredner wies Thomas auf die Wichtigkeit hin, dass jedes Mitglied im Verein angemeldet und beim Landesverband gemeldet sein sollte, auch Kinder. Kinder können ohne eine Mitgliedschaft ihrer Eltern selber als Mitglied geführt werden. Vor allem im Hinblick auf den Versicherungsschutz und Haftung ist eine Mitgliedschaft von großer Bedeutung.

Thomas nannte als Empfehlung einen Jahresbeitrag von 5,00€ sowie auf Grund eigener sehr positiver Erfahrungen eine Gebühr je Aktion von 2,00€, die das nötige Material sowie eine obligatorische Brotzeit beinhaltet. Kinder können einmal zum „Schnuppern“ in die Gruppenstunde kommen, beim zweiten Mal sollten sie sich zu einer Mitgliedschaft entscheiden.

Grundsätzlich rät Thomas, in der Jugendarbeit ein Team aufzubauen, das gemeinsam die Gruppen leitet und sich um die Vorbereitungen kümmert.

Abschließend gab Thomas einen Ausblick auf die Termine 2016 mit dem erstmals angebotenen Märchenpaten und dem jährlich stattfindenden Jugendseminar, dieses Mal in St. Wolfgang, Kreisverband Erding, zu den Themen „Gesundes Obst für gesunde Kinder“ und „Wilde Farben des Herbstes“.

Zusammenfassung –Abschluss

Thomas bedankte sich ganz herzlich für das zahlreiche Erscheinen. Eine große Teilnehmerzahl freut ihn immer ganz besonders, denn das bedeutet, dass die Ideen, Anregungen und Informationen, die für eine Veranstaltung vorbereitet wurden, von vielen Multiplikatoren in möglichst viele Vereine hinausgetragen werden und letztlich bei hoffentlich ganz vielen Mitgliedern ankommen.